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"Mein freiwilliges Engagement im Rettungsdienst ist für mich ein schöner Ausgleich zum Alltag als Musiker"

Nora Heindl, 08.02.2021 09:54

LINZ/OÖ. Pro Jahr leisten mehr als 670 junge Menschen ihren Zivildienst beim OÖ. Roten Kreuz. Auch folkshilfe-Musiker Gabriel Fröhlich war einer von ihnen. „Ich entschied mich dafür, um mich sinnvoll für Andere zu engagieren“, erzählt er. Für Organisationen wie das OÖ. Rote Kreuz wird es jedoch immer schwieriger, noch offene Zivildienst-Stellen zu besetzen. Freie Stellen für den April-Termin gibt es derzeit vor allem in Linz und Wels, für Juli sind noch landesweit Plätze frei.

  1 / 2   Gabriel Fröhlich ist einer von mehr als 24.000 überwiegend freiwilligen Rotkreuz-Mitarbeitern. (Foto: Privat)

Rote Jacke, gute Laune und eine ordentliche Portion Hilfsbereitschaft, das sind die Zutaten, mit denen Gabriel Fröhlich seit vielen Jahren in seine Rotkreuz-Dienste startet. Vor zwölf Jahren begann er als Zivildiener im Rettungsdienst. Seither ist der Musiker der Linzer Band folkshilfe ein wertvoller Teil der Rotkreuz-Familie.

Wie seine landesweit mehr als 24.000 überwiegend freiwilligen Kollegen ist Gabriel da, um Menschen zu helfen. „Ich finde es wichtig und bereichernd, mich freiwillig zu engagieren. Deshalb habe ich mich für den Zivildienst entschieden“, erzählt er. Neun Monate, die Sinn machen und junge Menschen mit persönlichen Mehrwerten belohnen, die sie auch im Berufs- und Privatleben voranbringen. „Mein freiwilliges Engagement im Rettungsdienst ist für mich ein schöner Ausgleich zum Alltag als Musiker“, verrät Fröhlich.

Bewährtes Modell seit 45 Jahren

Zivildiener sind im OÖ. Roten Kreuz vorwiegend im Rettungsdienst tätig, bei einem Drittel der Einsätze dabei und unverzichtbar, um flächendeckend rasche Hilfe zu garantieren. Ihr Engagement verleiht Zivildienern zusätzlich die Fähigkeit, im Fall der Fälle richtig Erste Hilfe leisten zu können. In ihren Einsätzen stärken sie ihre Teamfähigkeit und übernehmen Verantwortung.

Seit Februar 1975 bildet das OÖ. Rote Kreuz Zivildiener aus. Neun von zehn bleiben der landesweit größten humanitären Hilfsorganisation danach als freiwillige Mitarbeiter treu. „Diese Verbundenheit zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der jungen Männer ihren Zivildienst als positiv, sinnstiftend und bereichernd erlebt. Auch unsere Bevölkerung profitiert vom Zivildienst“, betont OÖ. Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger.

Demografischer Wandel und coronabedinger Ausfall von Stellungsterminen

Die Menschen werden zunehmend älter, die Zahl junger Menschen geht sukzessive zurück. „Es wird immer schwieriger, die offenen Zivildienststellen zu besetzen“, verrät der Rotkreuz-Präsident. Erschwerend hinzu kommt, dass 2020 aufgrund der Corona-Pandemie im Frühjahr keine Stellungstermine stattfanden, um die Präsenzdienst-Tauglichkeit junger Menschen festzustellen. Das wirkt sich direkt auf die kommenden Einrücktermine aus.

„Zivildiener sind ein wichtiges Bindeglied in unserem engmaschigen Netzwerk der Hilfe. Sie stützen unser Rettungssystem, das den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht“, weiß Aichinger. Freie Stellen für den April-Termin gibt es derzeit vor allem in Linz und Wels. Für Juli gibt es noch landesweit freie Stellen. Weitere Infos zum Zivildienst im OÖ. Roten Kreuz unter www.roteskreuz.at/ooe und www.helden-wie-wir.at


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