"Linz hat Platz": viertes "Wochenende für Moria" in Linz
LINZ. Der klirrenden Kälte zum Trotz: Erneut wurde am Domplatz Linz unter dem Motto „Wochenende für Moria!“ ein Protestcamp errichtet, um auf die Situation von Geflüchteten in Griechenland und Bosnien aufmerksam zu machen. Auch einige Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Kultur begleiteten das Protestcamp.

Zum vierten Mal in Folge haben rund 40 Aktivisten der Kälte getrotzt und am Domplatz ihre Zelte aufgeschlagen. Unter dem Motto „Ein Wochenende für Moria - 24 Stunden Menschlichkeit“ werden aktuell jedes Wochenende in mehreren Städten in Österreich Protestcamps errichtet. Die Veranstalter und Aktivisten übernachten bei klirrenden Temperaturen selbst in Zelten und wollen damit auf die Situation der Geflüchteten in Griechenland und Bosnien hinweisen.
Neben den Initiatoren „Plattform Solidarität Oberösterreich“ und „Seebrücke Linz und Umgebung“ war dieses Mal auch der Linzer Verein SOS-Menschenrechte als Veranstalter beteiligt.
„Der Umgang mit Menschen auf der Flucht ist noch viel kälter“
Das letzte „Wochenende für Moria“ am Domplatz Linz war begleitet von drei Mahnwachen, bei denen auch namhaften Personen aus Wirtschaft und Kultur ihre Solidarität zeigten.
Mit dabei und auch am Domplatz gezeltet hat unter anderem Christoph Wurm, VKB-Generaldirektor und Vorstandsmitglied von SOS-Menschenrechte: „Heute ist es besonders kalt, aber der Umgang mit Menschen auf der Flucht, die in Europa angekommen sind, ist noch viel kälter“, so Wurm. Auch Andrea Mikhaeel, Thalia-Marketingleiterin und Unterstützerin von SOS-Menschenrechte, war mit dabei, „für eine Welt, in der Inhalt und jeder einzelne Mensch zählt - eine Stimme ist lauter als tausend schweigende.“
Der bekannte Linzer Schriftsteller Thomas Baum und Gunter Trübswaser, Vorstandsvorsitzender von SOS-Menschenrechte waren ebenfalls an der Seite der Aktivisten vor Ort.
Insgesamt mehr als 200 Menschen nahmen bei den Mahnwachen vergangenes Wochenende teil. „Wir wollen nicht länger zuschauen – wir wollen einfach helfen. Deshalb werden wir nicht aufhören unsere Stimmen zu erheben und uns für eine menschliche Asylpolitik einzusetzen, bis sich endlich etwas ändert“, stellte Sarah Kotopulos, Geschäftsführerin der SOS-Menschenrechte entschlossen klar.


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