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OÖ. Mehrtägige Hitzewellen mit Temperaturen über der 30-Grad-Marke kommen auch in unseren Breiten regelmäßig vor. Besonders heiß wird es in den Städten, wo es auch in den Nachtstunden kaum abkühlt. Das Rote Kreuz OÖ hat einige Tipps parat, wie man gut durch die heißen Tage und Nächte kommt.

Wenn es heiß ist, hilft irgendwann nur mehr der Sprung in den Pool. (Foto: NÖRK/Lukas Hürner)
Wenn es heiß ist, hilft irgendwann nur mehr der Sprung in den Pool. (Foto: NÖRK/Lukas Hürner)

Trinken nicht vergessen

Der Mensch besteht zu rund 60 Prozent aus Wasser. Das Durstgefühl setzt aber erst dann ein, wenn unser Körper bereits viel Flüssigkeit verloren hat. „Trinken Sie an heißen Tagen zwei bis drei Liter über den Tag verteilt. Ideal sind kühles Wasser, ungesüßte Tees, verdünnte Fruchtsäfte oder auch kalte Suppen. Das hilft, den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust durch das Schwitzen auszugleichen“, sagt Walter Aichinger, Präsident des OÖ. Roten Kreuzes. Hände weg von Alkohol und Koffein – das belastet den Kreislauf zusätzlich.

Gute Nachricht für Warmduscher

Duschen Sie nicht kalt, sondern mit lauwarmem Wasser, um sich zu erfrischen. Das öffnet die Poren und der Körper gibt die Wärme besser ab. Kalte Duschen bringen uns hingegen nur noch mehr ins Schwitzen, weil sich die Blutgefäße zusammenziehen und die Wärme schlechter entweichen kann.

Wasser marsch

Verdunstendes Wasser kühlt. Besprühen Sie Gesicht, Arme, Unterschenkel und Füße mit einer Sprühflasche. „Vor allem ältere Menschen brauchen Abkühlung. Sie schwitzen weniger als Jüngere. Dadurch wird ihre Körpertemperatur nicht ausreichend reguliert“, erklärt Aichinger. Erfrischung bringen auch kalte Umschläge und Fußbäder.

Tipps für ein cooles Zuhause

Damit die Hitze draußen bleibt, schließen Sie untertags Vorhänge, Jalousien und Fensterläden. Lüften Sie morgens und abends gut durch und lassen Sie idealerweise die Fenster nachts offen. Wenn das nichts nützt, ab ins Kino, Einkaufszentrum, in die Bücherei oder in eine Kirche. Schon wenige Stunden im Kühlen entlasten den Körper erheblich.

Morgenstund` hat Gold im Mund

Körperliche Anstrengung in der Hitze sollte man möglichst vermeiden. Nutzen Sie die kühlen Morgen- und Abendstunden, um Sport zu treiben oder Einkäufe zu erledigen. Machen Sie es wie die Spanier und halten Sie, wenn möglich, Siesta.  

Achtung Hitzenotfall

Wenn der Körper heiß läuft, kann es zu einem Sonnenstich und Hitzschlag kommen. Erste Warnsignale dafür sind: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Schlappheit, ein trockener Mund oder Krämpfe in Armen oder Beinen. Dann ist rasches Handeln gefragt.

„Bringen Sie Betroffene in den kühlen Schatten. Setzen Sie die Person hin, sodass der Kopf und Oberkörper aufrecht sind. Geben Sie ihr zu trinken. Legen Sie zur Kühlung feuchte Tücher auf Stirn und Oberkörper. Wenn nach kurzer Zeit keine Besserung eintritt, rufen Sie die Rettung“, rät der Rotkreuz-Präsident.  

Kinder und Tiere niemals alleine im Auto lassen

Lassen Sie niemals Kinder oder Tiere alleine im Auto zurück. Wenn die Sonne auf das geparkte Fahrzeug knallt, können die Temperaturen innerhalb weniger Minuten auf gefährliche 70 Grad steigen.

Um ältere und kranke Nachbarn kümmern

„Kümmern Sie sich um Ihre Mitmenschen“, appelliert Aichinger: „Fragen Sie doch Ihre Nachbarn - besonders dann, wenn es sich um ältere Menschen handelt - wie sie mit der Hitze zurechtkommen und ob sie Unterstützung benötigen.“

Wie man auch bei Hitzenotfällen richtig handelt, erfahren die Teilnehmer von Erste-Hilfe-Kursen. Online-Angebote, Termine und das komplette Kursangebot auf www.erstehilfe.at


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