7:0 - LASK feiert höchsten Sieg der Europacup-Geschichte

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Thomas Lettner Thomas Lettner, Tips Redaktion, 25.09.2020 07:55 Uhr

Der LASK besiegt den slowakischen Tabellenführer Dunajská Streda in der Raiffeisen-Arena in Linz mit 7:0 und steht damit im Play-off der UEFA Europa League.

Die Linzer übernahmen in einem denkwürdigen Spiel sofort das Kommando. Die Begegnung war gerade einmal 15 Sekunden alt, da gab Reinhold Ranftl den ersten Torschuss ab, Jedlicka im Tor der Gäste war aber auf dem Posten. In der sechsten Minute durften die Athletiker dann die frühe Führung bejubeln. Nach einem kurz ausgeführten Einwurf von James Holland flankte Peter Michorl den Ball von der rechten Seite in die Mitte, wo der freistehende Marko Raguz nicht lange fackelte und das Spielgerät von knapp außerhalb des Fünfmeterraums in die Maschen schob.

Youngster trifft

Nur zehn Minuten später machte der 22-jährige LASK-Stürmer den Doppelpack perfekt. Dieses Mal war es Andreas Gruber, der den Ball aus dem rechten Halbfeld in den Strafraum zirkelte. Marko Raguz, der sich erneut exzellent von der gegnerischen Abwehr gelöst hatte, zögerte erneut nicht lange und stellte per Dropkick auf 2:0. Nach 22 Minuten hätte der Linzer Youngster beinahe erneut gejubelt. Peter Michorl brachte einen Eckball von rechts auf den langen Pfosten, wo der Eferdinger zum Kopfball kam, das Leder dabei aber knapp neben die linke Torstange setzte.

Fast Anschlusstreffer

Nach einer knappen halben Stunde kamen die Gäste aus der Slowakei erstmals gefährlich vor das Tor der Heimelf. Divkovic nahm aus zentraler Position im Strafraum Maß, der aufmerksame Alexander Schlager konnte den etwas zu zentral ausgefallenen Abschluss des Kroaten aber letztlich mühelos entschärfen. In der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte schrammten die Gäste dann schon deutlich knapper am Anschlusstreffer vorbei. Andrija Balic drehte einen Corner-Ball von der linken Seite ins Zentrum, wo Ramires per Kopf nur hauchdünn verpasste.

Platzverweis für Blackman

Die Linzer kamen auch im zweiten Durchgang überragend aus den Startlöchern. „Standard-Maschine“ Peter Michorl beförderte in der 46. Minute einen Eckball Richtung erste Torstange, wo Petar Filipovic zum 3:0 einköpfte. Unmittelbar danach verlor ein Akteur der Gäste die Nerven. Cesar Blackman ließ sich auf Höhe der Mittellinie zu einem Tritt gegen Rene Renner hinreißen, was der Unparteiische zurecht mit einem Platzverweis sanktionierte.

Halbes Dutzend voll

Schon in der 51. Minute legten die Schwarz-Weißen den nächsten Treffer nach. Die Abwehr der Slowaken konnte zwei Hereingaben von Rene Renner und Andreas Gruber nicht entscheidend klären, was Peter Michorl mit einem satten Schuss von der Strafraumgrenze rigoros bestrafte. Zwei Minuten später erhöhte der LASK-Express auf 5:0. Marko Raguz bediente von rechts im Strafraum Andreas Gruber, der humorlos vollstreckte. Zwei Minuten danach machte die Thalhammer-Elf das halbe Dutzend voll. Balic jagte den Ball mit einem satten Distanzschuss in die linke Ecke. In Minute 63 wurden die Linzer erneut gefährlich. Peter Michorl spielte einen Eckball von der rechten Seite flach in den Strafraum, wo erneut Balic Maß nahm, bei seinem Schuss aber die Stange traf.

Historisches Ergebnis

Nur wenige Augenblicke später segelte ein Holland-Kopfball nach einer weiteren Michorl-Ecke von rechts nur knapp am Tor der völlig desillusionierten Slowaken vorbei. Furiose Athletiker hatten damit aber nicht genug. In der 77. Minute spielte Rene Renner von der linken Seite auf den eingewechselten Thomas Sabitzer, der den historischen Endstand von 7:0 besorgte. Zuvor standen in internationalen Gefilden zwei 4:0-Siege zu Buche. 1996 wurde Toftir von den Färöer-Inseln mit 4:0 besiegt, mit demselben Ergebnis gewann man 2018 gegen den norwegischen Klub SK Lilleström.

Trainer und Sportdirektor Dominik Thalhammer nach dem Spiel:

„Wir hatten einen guten Spielverlauf und waren in der Anfangsphase mit den beiden Toren sehr effizient. Daraufhin hat der DAC mit taktischen Umstellungen reagiert, die uns vor einige Herausforderungen gestellt haben. Unsere Mannschaft hat sich in Hälfte Zwei sehr gut an die Veränderungen beim Gegner angepasst und gute Lösungen im Spiel gefunden. Mit dem Treffer zum 3:0 war das Spiel dann entschieden. Die Mannschaft hat in den letzten Wochen sehr hart gearbeitet und sich heute so richtig dafür belohnt. Mit diesem Erfolgserlebnis im Rücken gehen wir nun die nächsten Herausforderungen an: Am Sonntag wartet bereits der WAC, am Donnerstag geht es gegen Sporting Lissabon.“

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