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LINZ. Mit der seit Montag vorliegenden, finalen und positiven Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zur A 26 Linzer Autobahn (“Westring“) hat die ASFINAG grünes Licht zum Bau der Linzer Westumfahrung erhalten. 

Der Bau der neuen vierten Linzer Donaubrücke wird im Herbst 2018 starten. Foto: Weihbold
Der Bau der neuen vierten Linzer Donaubrücke wird im Herbst 2018 starten. Foto: Weihbold

Das Gericht setzt damit ein Ende für den Genehmigungsprozess der Entlastungsstrecke, den die ASFINAG 2008 mit dem Start der Umweltverträglichkeits-Prüfung (UVP) eingeleitet hat.

Nachdem aktuell Rechtskraft für alle Bescheide zum Bau vorliegt, kann die ASFINAG im Herbst die Vorarbeiten nördlich der Donau sowie die Verlegung des Donauradwegs weiterführen.

Die europaweite Ausschreibung zum Bau der neuen vierten Linzer Donaubrücke erfolgt Ende Oktober 2017, der Baustart dafür ab Herbst 2018 (Fertigstellung 2022).

„Was lange währt, wird endlich gut. Das ist eine gute Nachricht für die Pendlerinnen und Pendler und die heimische Wirtschaft. Ich bin froh, dass im UVP-Verfahren das letzte Kapitel geschlossen wurde und mit den Bauarbeiten ein neues Kapitel aufgeschlagen werden kann“, so Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).

„Stärkung für Wirtschaftsstandort“

„Der Westring wird eine Verkehrsentlastung und somit weniger Staus bringen, was durch weniger Abgase langfristig gut für Natur und Umwelt ist. Ebenso stärkt der Westring als wichtiges Infrastrukturprojekt den Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Als Naturschutzreferent stehe ich voll hinter der Entscheidung“, so Naturschutzreferent LH-Stv. Manfred Haimbuchner (FPÖ).

Der  Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts zum Westring sei für den Linzer Bürgermeister Klaus Luger ein Lichtblick für Linzer und Pendler: „Seit mehr als 30 Jahren warten 40.000 Linzer auf eine Verbesserung ihrer Lebensqualität durch diese Verkehrsverbindung. Zehntausende Pendler wiederum erhofften sich ebenso lange, dass sie über den Westring rascher von ihrem Zuhause zu den Arbeitsplätzen in Linz und wieder retour kommen“, ist Klaus Luger mit den Betroffenen erleichtert. „Als Bürgermeister freut es mich, dass dank dieser Entscheidung der Bau der Westumfahrung endlich beginnen kann. Das ist eine besonders wichtige Investition für den Standort Linz.“

„Stauproblematik wird sich noch verschärfen“

„Wer glaubt, dass sich dadurch der Stau in Luft auflöst, irrt. Der einzige Effekt ist, dass sich die Stauproblematik noch verschärfen wird“, kritisiert Klaus Grininger, Mobilitätssprecher der Grünen Linz, die rot-schwarz-blaue Verkehrspolitik.  Während viele Städte alles daransetzen, den motorisierten Individualverkehr aus den Ballungsräumen hinauszubringen, geschieht in Linz nun das Gegenteil. Denn nichts Anderes wird passieren, wenn das Steinzeitprojekt A26 mitten durch unsere Stadt gebaut wird. „Die Autobahn ist eine umwelt- und verkehrspolitische Fehlentscheidung, die sich nicht nur auf die Lebensqualität vieler LinzerInnen und die Luft negativ auswirken wird, sondern auch keine Entlastung für die PendlerInnen bringen wird“, ist Grininger überzeugt. Das Bundesverwaltungsgericht hat eine Reihe von zusätzlichen und neuen Auflagen vorgeschrieben, etwa aus den Fachbereichen Verkehr, Lärm, Luftschadstoffe und Klima. Damit ist auch klar, dass das ursprüngliche Projekt nicht genehmigungsfähig war. 


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