LINZ. Während die Grünen die rasche Umsetzung der Zweiten Schienenachse für Linz fordern, sieht sich die KPÖ in ihrer Ablehnung der unterirdischen Bim-Trasse durch die Finanzierungsschwierigkeiten bestätigt.

„Bereits im Jahr 2014 haben sich Land und Stadt Linz auf einen Kostenschlüssel und eine Trassenführung zur zweiten Schienenachse geeinigt. Dass nun wieder darüber diskutiert wird und somit weitere Verzögerungen beim Bau dieser so wichtigen Verkehrsachse in Linz nicht ausgeschlossen werden können, kann wirklich niemand mehr verstehen. Zurück bleiben die tausenden Linzerinnen und Linzer sowie Pendlerinnen und Pendler, die seit Jahren darauf warten, dass die anstehenden Öffi-Projekte endlich umgesetzt werden“, kritisiert der Grüne Verkehrssprecher Severin Mayr.
„Schuldenbremse wird zur Öffi-Bremse“
Knackpunkt soll die Verlängerung der Mühlkreisbahn über die neue Straßenbahnachse bis zum Hauptbahnhof sein. Diese Trasse wurde bereits festgelegt. Aber offensichtlich braucht es ein Argument, um den Bau wieder nach hinten zu schieben. Ich habe die Befürchtung, dass so die zweite Schienenachse über Umwegen zum ersten Opfer der neuen schwarzblauen Schuldenbremse werden kann“, so Mayr.
Obus-Netz ausbauen
Die KPÖ sieht sich in ihrer Ablehnung der aktuell geplanten „zweiten Straßenbahnachse“ durch die Finanzierungsschwierigkeiten bestätigt. KPÖ-Linz Verkehrssprecher Michael Schmida: „Auch wenn Bürgermeister Klaus Luger sein Lieblings-Öffi-Projekt, wie bei der heutigen Pressekonferenz, als die beste Verkehrslösung verkaufen will. Es gibt bessere und kostengünstigere Lösungen.“
Schmida: „Eine unterirdische Straßenbahn ist nicht nur beim Bau teurer, sondern auch mit größeren Kosten im Betrieb verbunden. Außerdem sind unterirdische Haltestellen, z.B. durch längere Gehwege, unattraktiv für Fahrgäste.“ Die KPÖ fordert daher als günstige und fahrgastfreundliche Alternative den Ausbau des Obus-Netzes, z.B. durch „Elektrifizierung“ der Linie 25 mit eigenen Busspuren, und die Weiterführung der Mühlkreisbahn über die neue Donaubrücke und der Verbindungsbahn bis zum Hauptbahnhof.
„Das würde mit viel weniger Kosten einen viel größeren Nutzen für den öffentlichen Verkehr in Linz, vor allem im Osten der Stadt, bringen“, betont Schmida abschließend.


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