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LINZ. Die zunehmende Digitalisierung in den heimischen Betrieben erhöht auch die Gefahr von Hackerattacken und anderen kriminellen Angriffen aus dem Cyberspace. Die WKOÖ bietet ihren Mitgliedern in Form einer Hotline Unterstützung an.

Edtstadler und Hummer Foto: WKOÖ
Edtstadler und Hummer Foto: WKOÖ

Von österreichweit 753 angezeigten Cybercrime-Fällen im Jahr 2004 ist die Zahl der Cybercrime-Anzeigen bis zum vergangenen Jahr 2017 schon auf 16.804 gestiegen – 2.180 davon alleine in Oberösterreich. Die tatsächliche Zahl ist noch wesentlich höher, da nicht alle Fälle angezeigt werden.Inklusive Dunkelziffer spricht man in Österreich bereits von rund 25.000 Cybercrime-Attacken pro Tag.

Oberösterreichische Unternehmen betroffen

„Ich kenne das auch von meinem Unternehmen“, so WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer. Dementsprechend bietet die WKOÖ seit einem Jahr unter der Nummer 0800 888133 für Unternehmen eine Cyber-Security-Hotline an. „Ganz egal wie groß oder klein die Sorge oder die Bedrohung ist, hier kann man anrufen.“ Auch Staatssekretärin Karoline Edtstadler warnt, die Bedrohung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: „Wenn jemand einmal drinnen ist im System, dann könnte er das jederzeit wiederholen.“

Professionelle Hilfe

Beispielhaft sind in diesem Zusammenhang gleich drei Cyberattacken auf einen Mittelbetrieb mit mehr als 30 Mitarbeitern im Hausruckviertel. In allen drei Fällen wurden die Daten des Betriebs mit einem Trojaner verschlüsselt, um dann sehr hohes Entschlüsselungs-Lösegeld in Form von Bitcoins einzufordern. Seit dem Anruf bei der Cyber-SecurityHotline und den sofort abgeleiteten Hilfestellungen durch Experten verfügt der Betrieb über wirksame IT-Schutzwälle. Insgesamt wendeten sich bisher 16 Betriebe an die Experten der WKO. „Diese geringen Fallzahlen zeigen zum Glück, dass Oberösterreich nicht zu den TopAngriffszielen der internationalen Cyber-Kriminalität gehört“, so Hummer.

Die Aufklärungsquote bei insgesamt 916 angezeigten Fällen lag in Oberösterreich 2017 bei 42 Prozent.


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