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OÖ. Das Sora-Institut präsentierte für das Integrationsressort des Landes Oberösterreich den Integrationsradar 2018. Damit wird einmal jährlich die Stimmung gegenüber Migranten und Flüchtlingen in Oberösterreich und wie sie sich im Trend der letzten Jahre entwickelt erhoben.

Der SORA-Integrationsradar erhebt die Stimmung zu wesentlichen Integrationsfragen im Land und in den Gemeinden.

Die aktuelle repräsentative Befragung wurde im Oktober durchgeführt. Befragt wurden 705 Oberösterreicher. Die Ergebnisse zeigen, dass die Grundstimmung weiterhin relativ positiv ist. So bezeichnen 65 Prozent das Zusammenleben zwischen Einheimischen und Zugewanderten als „sehr gut“ oder „ziemlich gut“. Deutlich gewachsen ist die Zustimmung zu positiven Auswirkungen von Zuwanderung.

Details zum Integrationsradar 2018

In Teilbereichen ist die Einstellung zu Flüchtlingen etwas kritischer geworden, aber noch immer im positiven Bereich. Abgenommen hat die Furcht vor religiösem Fanatismus und Terror, gewachsen hingegen ist die Zustimmung zur Aussage, dass sich Österreich zuerst um die Probleme im eigenen Bereich kümmern sollte. Weiterhin groß ist die Zustimmung zum von Integrationslandesrat Rudi Anschober geforderten schnellen Zugang zum Arbeitsmarkt (80 Prozent) und zum Ziel einer Ausbildung von Flüchtlingen zu Facharbeiter (66 Prozent). Geförderte Deutschkurse für Asylwerber unterstützen 83 Prozent. Und auch die Forderungen Anschobers zur Lehre werden von einer breiten Mehrheit getragen: 78 Prozent wollen eine Fortsetzung des Zugangs von jungen Asylwerbern zu einer Lehrausbildung. 64 Prozent der Befragten möchten, dass Lehrlinge ihre Ausbildung abschließen können und nicht während dieser abgeschoben werden.

Positive Grundstimmung

Integrationslandesrat Rudi Anschober: „Wir sehen also weiterhin eine überraschend positive, aufgeschlossene, menschliche Grundstimmung Flüchtlingen gegenüber. Ich freue mich über eine breite Zustimmung zu meiner inhaltlichen Linie und zu meinen Forderungen an die Bundesregierung. Es lässt sich aber andererseits auch beobachten, dass sich die Gegnerschaft gegenüber Flüchtlingen verhärtet. Durch die Tragödie des Mordfalls von Steyr kann sich dies weiter verstärkt haben.“


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