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OÖ. Das Land OÖ öffnet die Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen für Pflegeausbildungen und will den 95-Prozent-Gehaltsdeckel im ersten Jahr für Pflegebedienstete und für Landes- und Gemeindebedienstete abschaffen.

(V.l.) Klubobmann Herwig Mahr, Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landesrat Max Hiegelsberger. Fotos: Land OÖ/Denise Stinglmayr,

Bis zum Jahr 2025 werden in Oberösterreich rund 1.600 zusätzliche Pflegekräfte benötigt. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, hat das Land Oberösterreich eine Ausbildungsoffensive gestartet. Dazu gehört, dass in Zukunft auch an den Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen (LWBFS) Pflegeausbildungen absolviert werden können. 

„Mit dem Modell können wir für junge Menschen eine Brücke in die Pflege bauen, da wir die Ausbildungslücke schließen. Vor allem bringen wir mit der Maßnahme auch Ausbildungsmöglichkeiten und Chancen in die Regionen. Pflege muss vom Mangelberuf wieder zum Traumberuf werden, denn wir werden künftig jede helfende Hand in der Pflege brauchen“, sagt Landeshauptmann Thomas Stelzer. 

Neu ist auch, dass an ausgewählten Schulen auch der Abschluss als Fach-Sozialbetreuer mit dem Schwerpunkt Altenarbeit (FSB-A) möglich sein wird. Dazu müsse nur ein viertes Ausbildungsjahr angehängt werden. Während der dreijährige Ausbildungsschwerpunkt Gesundheit und Soziale Berufe in sieben LWBFS angeboten werden soll, wird die vierjährige Ausbildung in Andorf, Hagenberg und Kleinraming verfügbar sein. 

Für das erweiterte Lehrangebot werden an den betroffenen Standorten neue Lehrkräfte angestellt, pro Lehrgang/Standort sind 1400 Unterrichtseinheiten samt Praxisbegleitung zu erwarten. Der Finanzbedarf beläuft sich bei den drei vorgesehenen Standorten auf bis zu 400.000 Euro. 

95-Prozent-Gehaltsdeckel soll entfallen

Derzeit sieht das Besoldungsrecht für den öffentlichen Dienst noch vor, dass neue Mitarbeiter im ersten Jahr nur 95 Prozent des zustehenden Gehalts erhalten. Das Land OÖ will den Entfall dieser Deckelung spätestens im April beschließen. Ein entsprechender Antrag wurde von Landeshauptmann Thomas Stelzer am vergangenen Montag gestellt. Vorgesehen ist, dass dann rückwirkend mit dem 1. Jänner 2019 bereits ab Antritt der volle Lohn ausbezahlt werden soll. 


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