Grüne fordern Wende
LINZ. Nachdem der Temelin-Betreiber CEZ die Laufzeitverlängerung des Atomkraftwerks bis 2060 verlängern will, fordern die Grünen eine Förderung der Erneuerbaren Energie.

Wie Landessprecher Stefan Kaineder betont, müsse Österreich seinen Beitrag zur Erneuerbaren Energie leisten. „Es ist zu zeigen, dass diese billiger, schneller und umweltschonender ist.“ Von der Regierung fordert Leonore Gewessler, oberösterreichische Nationalratswahlkandidatin, einen tauglichen nationalen Energie- und Klimaplan. Denn langfristig müsse mit der Hälfte des bisherigen jährlichen Energieverbrauchs ausgekommen werden, was nur mit einem wirksamen Energieeffizienzgesetz erreicht werden kann.
Österreich ist Nachzügler
Bei der Energiewende ist Österreich derzeit noch Nachzügler, denn der Anteil Erneuerbarer Energie stagniert und das Photovoltaik- Potential ist kaum ausgeschöpft. Mehr als die Hälfte des Energieverbrauchs für Raumwärme könnte durch die thermische Sanierung eingespart werden. Nötig dafür sind aber, vor allem für Haushalte mit geringerem Einkommen, eine Förderoffensive und eine steuerliche Begünstigung. „Der Energieverbrauch muss in den Griff bekommen werden. Wir müssen vorzeigen, dass die Energiewende funktioniert und zielführend ist.“, so Gewessler.
Grüne gegen Laufzeitverlängerung
In Bezug auf das Atomkraftwerk in Temelin wollen sich die Grünen gegen die Laufzeitverlängerung einsetzen. Auf Initiative von Landesrat Rudi Anschober sollen nun Rechtsschritte geprüft werden. Außerdem wird an die EU-Kommission und an das Europaparlament appelliert, dass grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfungen unmittelbar im EU-Recht verankert werden sollen.


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