Haberlander will auf China-Mission riesiges Potential für Oberösterreich nutzen

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Alexandra Mittermayr Online Redaktion, 16.10.2019 15:34 Uhr

OÖ/CHINA. Ein enormes Programm an Konferenzen und Gesprächen spult Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander diese Woche in China ab, um Oberösterreich als attraktive Region für Wirtschaft, Tourismus, Kultur, Bildung und Forschung zu präsentieren, die besonders auf Innovation und Qualität setzt.

Werner Pamminger, Geschäftsführer von Business Upper Austria, repräsentiert die starke oberösterreichische Wirtschaft als Exportbundesland Nummer eins in Österreich und attraktiven Standort für Betriebsansiedlungen. China bietet mit seinen 1,385 Milliarden Bewohnern ein riesiges Potential und ist aktuell fünftgrößter Handelspartner Österreichs sowie wichtigster Absatzmarkt in Asien. Im Vorjahr stiegen die Exporte nach China um knapp zehn Prozent auf über 4 Mrd. Euro, davon 1,2 Mrd. aus Oberösterreich. Es gibt bereits 200 oö. Firmen-Niederlassungen in China, darunter B&R Industrial Automation, Fronius, Tiger Coatings, Voestalpine.

Kooperationsabkommen unterzeichnet

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der Freundschaftskonferenz in Shandong mit Teilnehmern aus über 30 Ländern. Am Rande der Tagung gab es Gespräche mit dem Gouverneur Gong Zheng und Vize-Gouverneur Yu Jie. Dabei betonten diese die langjährige gute Kooperation mit Oberösterreich. Beide Regionen sind auch Gründungsmitglieder der Allianz der Powerregionen. Shandong ist zudem Teil der Initiative Seidenstraße.

Beim „Culture and Tourism Promotion Event“ hielt Haberlander eine Rede. Jährlich kommen bereits 89.000 Touristen aus China nach Oberösterreich und sorgen für 120.000 Nächtigungen. Sie betonte, dass Oberösterreich viel mehr zu bieten hat als Hallstatt. So sollen Individualtouristen angesprochen werden, die dann länger bleiben. Für die chinesischen Touristen wurde ein eigener QR-Code zum Informieren und Feedback geben in WeChat - der App für alles in China - gestaltet, da nur wenige von ihnen Englisch sprechen. 

Beim Besuch der Shandong Universität für Finanz und Wirtschaft wurde eine Kooperationsvereinbarung zum Studentenaustausch unterzeichnet. Großes Interesse besteht an unserem dualen Ausbildungssystem. Bereits Ende Oktober wird dazu eine Abordnung aus Shandong die HBLA Elmberg besuchen.

2020 Treffen in Linz

Die Konferenz der sieben Powerregionen aus fünf Kontinenten wird kommendes Jahr in Oberösterreich stattfinden. Als Thema wurde „Smart Regions“, von Smart Living, Smart Economy, Smart Mobility bis zu Smart Governance, gewählt. Die Delegation aus Shandong wird genau so nach Linz kommen wie die Abordnungen aus Québec, São Paulo, Georgia, Westkap (Kapstadt) und Bayern.

Bereits ab Montag wurden Kontakte in der Provinz Sichuan geknüpft. Den Gesprächen mit Oberbürgermeister Zheng Li und Vizegouverneur Wang Yihong folgte die Unterzeichnung eines Kooperationsmemorandums zwischen Oberösterreich und Sichuan. Gespräche gab es auch mit Parteisekretär Liu Chao von der Wissenschaftsstadt Mianyang sowie mit Vertretern der West China School of Medicine und West China Hospital, wo Haberlander Kooperationen mit der neuen Linzer Medizinfakultät an der JKU anbot.

30 Mio. Autos pro Jahr verkauft

Oberösterreichs Automobilcluster ist als Zulieferer der Autoindustrie weltweit erfolgreich. Deshalb wurde auch der Volvo-Fabrik in Chengdu, direkt neben dem chinesischen Autobauer und Besitzer Geely, ein Besuch abgestattet. China ist und bleibt der weltgrößte und dynamischste Automarkt mit etwa einem Drittel der weltweiten Absatzkapazität. Im Vorjahr wurden hier 30 Mio. Kraftfahrzeuge verkauft.

Obwohl China hoch entwickelt ist, fehlt es im Alltag - zumindest bei ausländischen Besuchern  - bei Internet und WLANs an Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit.

Und natürlich wird jeder und alles genauestens überwacht sowie objektive Berichterstattung notfalls gesperrt. So kann Tips.at in China nicht abgerufen werden. 

  

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