Straßen im neuen Stadtteil "Garten Ebel" sollen ausschließlich nach Frauen benannt werden
LINZ. Nach der Kühnestraße in Urfahr, benannt nach dem Stadtbaumeister Curt Kühne, und der Arthur-Porr-Straße in der KG Lustenau nach dem gleichnamigen Industriellen, wollen Ekova-Stoyanova von den Grünen und Gerlinde Grünn von der KPÖ in der nächsten Gemeinderatssitzung einen gemeinsamen Antrag einbringen: Alle Verkehrswege im neuen Stadtteil „Garten Ebel“ sollen ausschließlich nach Frauen benannt werden.

Nur 47 der insgesamt 1152 Linzer Straßen sind derzeit nach Frauen benannt. Das sei beschämend, sind sich Ekova-Stoyanova von den Grünen und Gerlinde Grünn von der KPÖ einig und wollen in der nächsten Gemeinderatssitzung einen gemeinsamen Antrag einbringen. Am ehemaligen Kasernenareal und den angrenzenden „Sommergründen“ in Ebelsberg werde ein neuer Stadtteil errichtet. Die dort entstehenden Verkehrswege sollen allesamt nach Frauen benannt werden. „Wir meinen, das ist eine gute Gelegenheit, um hier ein wichtiges Signal zu setzen und gleichzeitig einen Ausgleich zu schaffen,“ konstatieren Grünn und Ekova-Stoyanova. Der Antrag soll ganz gezielt zum Internationalen Frauentag in der März-Sitzung eingebracht werden.
Nach wie vor würden in unserer Gesellschaft Frauen und ihre Leistungen nicht im verdienten Ausmaß hervorgehoben. Die Sichtbarkeit im Öffentlichen Raum sei hier ein sehr aussagekräftiges Beispiel. Eine Gemeinderatsanfrage von Gerlinde Grünn hat jüngst ans Licht gebracht, dass in Linz 557 der 1.152 Verkehrsflächen nach verdienten Persönlichkeiten benannt wurden. 510 Straßen sind dabei nach Männern und nur 47, also nicht einmal zehn Prozent sind nach Frauen benannt. „Es ist daher mehr als notwendig hier einen nennenswerten Ausgleich zu schaffen. Einen ganzen Stadtteil nach verdienstvollen Linzerinnen zu benennen wäre da jetzt ein gutes Signal,“ so Ekova-Stoyanova und Grünn.


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