Bundesförderung für E-Autos auf 5.000 Euro angehoben
WIEN/OÖ/NÖ. Um den Kauf von E-Autos attraktiver zu machen, wird die Bundesförderung - bislang 3.000 Euro - auf 5.000 Euro angehoben. Zudem steigen die Prämien bei E-Motorrädern, E-Mopeds und Heimladestationen. Die Neuerungen gelten ab 1. Juli 2020.

Gemeinsam präsentierten Klimaschutzministerin Leonore Gewessler und Günther Kerle, der Sprecher der Automobilimporteure in der Industriellenvereinigung am 29. Juni den Ausbau der E-Mobilitätsoffensive 2020. Im Mittelpunkt: eine massive Erhöhung der Bundesförderung für E-Fahrzeuge und der zugehörigen Ladeinfrastruktur.
So erhalten Käufer eines E-Autos ab 1. Juli 5.000 Euro Förderung, statt bisher 3.000 Euro. Bei Ladeinfrastruktur können sich Käufer einer Heimladestation gesamt 600 Euro abholen (statt bisher 200 Euro), für Ladestationen in Mehrparteienhäusern 1.800 Euro.
Die Förderung für E-Autos gilt für E-Fahrzeugen mit 100 Prozent Strom bzw. Wasserstoff aus erneuerbaren Energieträgern durch Private, Betriebe, Vereine und Gebietskörperschaften.
„In die Zukunft investieren“
„Wir wollen am Weg aus der Corona-Krise in die Zukunft investieren. Genau das schaffen wir mit der Offensive für E-Mobilität. Mit der stark erhöhten Förderung für E-Fahrzeuge sorgen wir für regionale Wertschöpfung und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. So arbeiten wir Schritt für Schritt an der Mobilitätswende“, so die Klimaschutzministerin. „Sowohl die Politik als auch die Automobilindustrie sind bemüht, in Zukunft noch sauberere und effizientere Mobilität zu gewährleisten. Die Elektromobilität wird dabei auf jeden Fall ein wichtiger Teil der Lösung für eine saubere Mobilität sein und daher ist es sehr erfreulich, dass dieser Schulterschluss zur Erhöhung der E-Mobilitätsförderung gelungen ist“, ist auch Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, überzeugt.
Automobilclub begrüßt Forderung, weitere Maßnahmen müssten folgen
Der Arbö Oberösterreich zeigt sich erfreut über die Erhöhung der Förderung. „Elektroautos und Plug-In Fahrzeuge sind ein wesentlicher Bestandteil der künftigen Individualmobilität. Daher sind Maßnahmen wie diese wichtig, damit ein nachhaltiger Kaufanreiz für umweltfreundliche Fahrzeuge geschaffen wird. Besonders erfreulich ist außerdem, dass auch die Ladeinfrastruktur nicht vergessen wurde und die Errichtung von Ladepunkten unterstützt wird“, so Thomas Harruk, Landesgeschäftsführer des Arbö OÖ. Dennoch seien weitere Initiativen und Projekte unumgänglich, um die Elektromobilität weiter voranzubringen. Enorm wichtig sei der flächendeckende und qualitativ hochwertige Ausbau der Ladeinfrastruktur sowie ein Informationsservice mit Echtzeitdaten: „Zur nutzerfreundlichen Handhabung von E-Autos müssen vorab qualitative Information zur aktuellen Verfügbarkeit von Ladesäulen und vor allem zu den zu erwartenden Kosten des Ladeservices zur Verfügung stehen, damit auch längere Fahrten oder die Urlaubsreise mit dem E-Auto alltagstauglich werden“, fordert Harruk. Und kritisiert wird vom Arbö, dass ebenfalls umweltfreundliche Antriebsformen wie Hybrid- oder Erdgasautos ausgeschlossen seien.


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