Corona: Anschober schwört Österreicher auf „schwierige Phase 4“ ein

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Jürgen Affenzeller Jürgen Affenzeller, Tips Redaktion, 01.09.2020 12:29 Uhr

WIEN/OÖ. Kurz vor dem Aktivieren der bundesweit gültigen „Corona-Ampel“ gab Gesundheitsminister Rudi Anschober am Dienstag einen ersten Überblick über die anstehenden Maßnahmen im Herbst und der „schwierigen Phase 4“ im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Auch mögliche erste Impfungen für Anfang 2021 stellte er in Aussicht.

„Die schwierige Phase 4 wird mehrere Monate dauern. Wenn es kälter wird und mehr Menschen in geschlossenen Räumen sind, nehmen auch andere Infektionskrankheiten wieder zu“, führt Anschober aus. Daher setzt man auf die konsequente Umsetzung der zentralen Basismaßnahmen: „Neben dem Mund-Nasen-Schutz auch gegen andere Infektionskrankheiten setzen wir auch auf Impfungen, wie das Influenza-Impfprogramm für Kinder.“

„Risiko einer zweiten Welle“

Die Phase 4 im Herbst birgt auch das Risiko einer zweiten Welle. „Manche Länder Europas sagen, dass sie schon da ist. Alle Pandemien haben gemeinsam, dass die zweite Welle die stärkere war. Das zu verhindern ist das wirklich wichtige. Darauf müssen wir uns in den nächsten Monaten konzentrieren“, appelliert der Gesundheitsminister. „Ich bin überzeugt, dass wir durch Vorsicht und Verantwortung die wir für uns und andere übernehmen, eine zweite Welle verhindern können. Ein paar Monate gilt es noch konsequent zu sein und das durchzuhalten.“

Ampel wird  am Freitag erstmals geschaltet

Wichtiges Werkzeug dabei wird die Corona-Ampel werden. Am Freitag erstmals geschaltet. „Diese bietet uns eine viel breitere Risikoanalyse in Zukunft und wird nicht nur Infektionen, sondern auch Testungen berücksichtigt“, so Anschober. Bei einer Clusteranalyse wisse man etwa viel genauer, woher die Infektion kommt. „Wenn ein Schwellenwert überschritten wird, beschäftigt sich die Ampelkommission mit der betroffenen Region.“

„Bewusst kein Lockdown“

Was passiert bei Rot auf der Ampel? Anschober: „Es wird bewusst keinen Lockdown geben. Konkrete, regional abgestimmte Maßnahmen sind die Konsequenz, die einen Lockdown verhindern sollen.“ Am Freitag werden alle Details und Hintergründe zur Ampel präsentiert.

Erste Impftranche im Jänner möglich

Erstmals ließ Anschober mögliche Corona-Virus-Impfungen anklingen. „Es könnte sein, dass bereits im Jänner eine Impfung in Österreich möglich ist.“ Zum Jahreswechsel könnten 600.000 Impfdosen für 300.000 Menschen geliefert werden. „Voraussetzung ist allerdings, dass die Zusagen der Pharmafirmen und die Marktzulassungen rechtzeitig erfolgen“, so Anschober.

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