„Nachhaltige Verkehrslösung jenseits der Linzer Stadtgrenzen“
LINZ/URFAHR-UMGEBUNG. Maßnahmen, um die Situation der umweltfreundlich nach Linz pendelnden Arbeitnehmer zu verbessern, standen im Mittelpunkt eines Gespräches zwischen Vertreter einer überparteilichen Plattform rund um die Linzer Industriezeile und Politikern im Linzer Rathaus.

Zahlreiche Betriebsräte aus den Unternehmen rund um die Linzer Industriezeile haben sich zu einer überparteilichen Plattform zusammengeschlossen, um für bessere überregionale Konzepte für öffentliche Verkehrsanbindungen zu kämpfen.
Diese Woche trafen sich der Linzer Bürgermeister und Vorsitzende der SPÖ Linz-Stadt, Klaus Luger, der Nationalratsabgeordnete und Vorsitzende der SPÖ Urfahr-Umgebung, Alois Stöger, sowie die Landtagskandidatin der SPÖ Urfahr-Umgebung, Beverley Allen-Stingeder, mit dem Initiator der Plattform, Betriebsrat Thomas Eichlberger, zu einem kurzen Lokalaugenschein in der Industriezeile und zu einer Besprechung im Rathaus.
Rasche Umsetzung des Gesamtverkehrskonzeptes
„Wir hatten bereits ein sehr konstruktives Gespräch mit den Vertretern der Plattform. Daraus sind einige konkrete Maßnahmen abgeleitet worden, die wir auf Linzer Stadtgebiet umsetzen können, um die Situation der umweltfreundlich nach Linz pendelnden Arbeitnehmer zu verbessern“, so Bürgermeister Klaus Luger nach dem gemeinsamen Termin.
„Wir sind uns jedoch auch einig, dass eine umfassende und nachhaltige Lösung jenseits der Stadtgrenzen zu suchen ist. Es braucht die rasche Umsetzung des Gesamtverkehrskonzepts von Stadt und Land, unter anderem mit den Stadtbahnen nach Linz und einer entsprechenden Weiterführung in die Wohnsitzgemeinden der Einpendler“, so Luger.
Stöger: „Bund ist gefordert“
„Ich vermisse nach wie vor das Engagement des Bundes. Ich habe aktuell erfahren müssen, dass es seitens des Verkehrsministeriums in Wien zwar mittlerweile nette Worte, aber wenig Taten gibt. Oberösterreich ist Nettozahler an den Bund. Da ist es nur recht und billig, wenn wir erwarten, dass der Bund sich stärker für zukunftsorientierte Verkehrslösungen engagiert“, meint Nationalratsabgeordneter Alois Stöger.
„Stadt und Land haben bereits ihre Grundsatzbeschlüsse zur Umsetzung nachhaltiger, umweltfreundlicher Verkehrskonzepte gefasst. Der Bund muss sich hier entsprechend der Bedeutung des Industriestandortes Linz und Umgebung sowie für die hier lebenden Menschen finanziell stark einbringen“, so Stöger.
Entlastung von Gemeinden bei Pendlerparkplätzen
Die Puchenauerin und SPÖ-UU-Landtagskandidatin Beverley Allen-Stingeder fordert eine Entlastung der Gemeinden bei Pendlerparkplätzen: „Die derzeitige Finanzierungsstruktur führt leider nicht dazu, dass ausreichend Park&Ride-Plätze geschaffen werden. Nicht nur, dass die Gemeinden bei der Errichtung mitfinanzieren müssen, sie werden in weiterer Folge bei der Instandhaltung und etwa beim Winterdienst im Stich gelassen und müssen alleine die Kosten dafür tragen“, so Allen-Stingeder.
„Diese Plätze sollen jedoch dafür sorgen, dass mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen und damit über Gemeindegrenzen hinweg zu Umweltschutz und Lebensqualität beitragen. Daher sind hier auch überregionale Finanzierungslösungen gefordert“, ist Beverley Allen-Stingeder überzeugt.


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