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Einigkeit bei Wirtschaftskammern: "Grenzschließungen unbedingt verhindern!"

Anna Stadler, 11.02.2021 11:46

OÖ. Wirtschaftskammern im Dreiländerraum Niederbayern, Südböhmen und Oberösterreich warnen eindringlich vor einer Grenzschließung. Diese hätte „gravierenden Probleme und Engpässe“ bei Waren zur Folge.

Symbolfoto (Foto: 5tiks/Shutterstock.com)
Symbolfoto (Foto: 5tiks/Shutterstock.com)

Die Wirtschaft und die Unternehmen zeigen Verständnis, dass verstärkte Grenzkontrollen die Ausbreitung der Virussituation über Landesgrenzen hinweg verhindern sollen. Die damit einhergehenden Verschärfungen für die Pendler sind zwar eine Belastung für die betroffenen Unternehmen und ihre Mitarbeiter, jedoch bewegen sie sich noch im Rahmen des Notwendigen und in den Betrieben Machbaren. Wenig Verständnis gibt es allerdings für jene Ankündigungen, die Grenzen wieder vollständig zu schließen.

Schließung bedeutet „gravierenden Probleme und Engpässe“

Der Nutzen einer vollständigen Schließung stehe gegenüber den bisherigen ohnehin sehr scharfen Maßnahmen und dem damit verbundenen Schaden für die Wirtschaft in keinem Verhältnis. „Dadurch wird nahezu jede Form des bilateralen Wirtschaftsverkehrs unterbunden, was unweigerlich zu gravierenden Problemen und Engpässen im Waren-, Personen- und Dienstleistungsverkehr führen wird. Wir sehen jetzt schon, dass es in manchen Branchen zu Problemen bei der Beschaffung kommt. Diese gehen vor allem aus Fernost aufgrund der knappen Frachtkapazitäten aus. Wenn jetzt auch noch der innereuropäische und unmittelbare Austausch mit den Nachbarregionen erschwert bzw. verunmöglicht wird, dann wird sich dieser Negativeffekt weiter ausbreiten und die ohnehin bescheidenen Wachstumsperspektiven noch weiter dämpfen“, appellieren die drei Präsidenten der Wirtschaftskammern Niederbayern, Thomas Leebmann, der WKO Oberösterreich, Doris Hummer, und der Wirtschaftskammer Südböhmen, Miroslav Dvorak, an die Vernunft und das Verständnis der Politik.

Schwerpunkt Beschaffungsmanagement

Die drei Wirtschaftskammern planen daher das Themas Beschaffungsmanagement in den Mittelpunkt künftiger Aktivitäten ihres gemeinsamen Projekts „Hallo Nachbar“ (www.hallonachbar.eu) zu stellen. Eine entsprechende Schwerpunktsetzung sollte auch in den künftigen Interegg-Programmen erfolgen, sind sich die Vertreter der drei Kammern einig.


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