Haberlander: "Bund muss nicht-medizinisches Personal für Tests zulassen"
OÖ. Das Land OÖ hat die Testkapazitäten ausgeweitet, ab kommender Woche stehen 54 Corona-Teststandorte im Bundesland zu Verfügung. Zudem gibt es die kostenlose Test-Möglichkeit in Apotheken. Mehr Testmöglichkeiten werden weiterhin gefordert. Hier stößt das Land aber an Personalgrenzen. „Der Bund muss rasch auch nicht-medizinisches Personal zulassen“, fordert die zuständige LH-Stellvertreterin Christine Haberlander.

Wenn das Angebot vom Land noch weiter erhöht werden soll, braucht es dringend weiteres Personal für die Testabnahmen. „Der Engpass liegt hier nicht bei den Örtlichkeiten, meist ist ein Ausbau nicht möglich, weil das notwendige Personal für die Testabnahme fehlt“, so LH-Stellvertreterin Gesundheits-Landesrätin Christine Haberlander.
Überprüfung der Ausweitung angekündigt
Das Gesundheitsministerium hat die Überprüfung einer Ausweitung des dafür zugelassenen Personenkreises angekündigt. Haberlander fordert eine rasche Umsetzung. „Bislang darf nur Gesundheitspersonal, etwa Mitarbeiter des Rettungswesens oder der Krankenhäuser, einen anerkannten Antigen-Test abnehmen. Um mehr Tests an mehr Standorten durchführen zu können, braucht es also nicht nur geeignete Räume, sondern vor allem Personen, die das können und dürfen. Klar ist, dass die Abnahmen sicher und professionell durchgeführt werden müssen. Es ist für mich jedoch denkbar, dass auch andere Personen – die nicht zu den aktuell berechtigten Gesundheitsberufen gehören – zur Abstrich-Abnahme bei Testungen zugelassen werden, etwa Mitglieder der Feuerwehren oder Mitarbeiter der Gemeinden oder freiwillige Unterstützer“, so die Landesrätin.
Nach entsprechender Einschulung
Selbstverständlich nur nach einer entsprechenden Einschulung durch bisher medizinisch kundiges Personal, versichert Haberlander. Das Gesundheitsministerium sei jetzt aber gefordert, rasch zu einer Umsetzung zu kommen und klarzustellen, „wer dann mit welcher Schulung Tests abnehmen darf. Nur so ist ein noch wohnortnäherer Ausbau der Teststandorte möglich“.


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