Kriterien für Linzer Kautionsfonds wurden überarbeitet
LINZ. Ein Jahr nach Einführung des Linzer Kautionsfonds wurden die Vergabekriterien nun angepasst. Für eine höhere Trefferquote der freiwilligen Sozialleistung wurde die maximale Wohnutzfläche erhöht.

„Es hat sich in der Evaluierung gezeigt, dass die zuvor beschlossene maximale Wohnungsgröße mit 50 Quadratmetern für die erste Person und 15 Quadratmeter für jede weitere Person zu niedrig angesetzt war“, erklärt Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing.
„Um mehr Treffsicherheit für jene zu erreichen, die den Kautionsfonds dringend benötigen, wird auf 55 Quadratmeter für die erste Person erhöht“, so Hörzing weiter. Darüber hinaus soll es in Einzelfällen auch möglich sein, dass bei günstigen Wohnungen die zulässige Wohnnutzfläche 60 Quadratmeter beträgt. Dies wurde in Abstimmung mit den Sozialberatungsstellen Kompass festgelegt und im Stadtsenat am 18. Februar 2021 beschlossen.
Mehr als 34.000 Euro wurden im Jahr 2020 ausbezahlt
In Summe haben im Jahr 2020 48 Linzer diese Sozialleistung in Anspruch genommen. Mehr als 34.000 Euro wurden dabei ausbezahlt. 45 Personen erhielten das zinsenlose Darlehen für Kautionen oder Baukostenzuschüsse, drei Personen bekamen zudem aufgrund des besonderen Härtefalls eine einmalige Beihilfe.
Jährlich mit 50.000 Euro dotiert
Beim Kautionsfonds handelt es sich um eine freiwillige Sozialleistung der Stadt Linz zur Unterstützung bei der Anmietung einer Wohnung, wenn die Betroffenen sonst nicht in der Lage wären, die notwendigen Mittel selbst zu finanzieren. „Oft scheitert die Wohnungssuche trotz dringendem Bedarf an der verlangten Kaution in Höhe von zumeist drei Monatsmieten. Hier unterstützt die Stadt Linz mit dem zinsenlosen Darlehen“. In Summe ist der Kautionsfonds jährlich mit 50.000 Euro dotiert.
Anträge können bei der Fachstelle Kompass Sozialberatung der Stadt Linz gestellt werden. Dafür ist eine Terminvereinbarung erforderlich.


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