Langer: „Hafenstraße für den Rad- und Fußverkehr verbessern“
LINZ. Eine Verbesserung der Sicherheit für den Fuß- und Radverkehr entlang der Linzer Hafenstraße fordert der Klubobmann der Linzer Grünen, Helge Langer, ein. „Alle, die zu Fuß oder mit dem Rad dort unterwegs sind, haben ständig das Nachsehen.“

Laut Langer sei die Situation für Fußgänger und Radfahrer an der Linzer Hafenstraße weiter unbefriedigend. Zahlreiche kritische Situationen und auch Unfälle – vor allem bei der Querung der Straße – würden eine deutliche Sprache sprechen.
„Auf Druck der Grünen sowie mehrerer Interessensgemeinschaften ist im Infrastrukturausschuss im September 2019 eine Lösung für einen Übergang für Fußgänger und Radfahrer in Aussicht gestellt worden. Seitdem war davon nichts mehr zu hören. Nur durch Ankündigungen lassen sich die Gefahrenstellen nicht entschärfen. Es braucht endlich eine Umsetzung der Pläne, damit alle, die zu Fuß oder mit dem Rad entlang der Hafenstraße unterwegs sind, nicht ständig das Nachsehen haben“, fordert Helge Langer.
500 Unterschriften gesammelt
Wie sehr eine für Fußgänger und Radfahrer taugliche und sichere Lösung im Bereich der Hafenstraße fehlt, zeigt sich am Engagement der dort angesiedelten Unternehmen. 500 Mitarbeiter aus 17 Betrieben haben 2019 ihrem Ansinnen in Form einer Unterschriftenaktion Nachdruck verliehen und zahlreiche Anliegen an die Stadtpolitik formuliert. „Immer mehr Menschen arbeiten und wohnen entlang der Hafenstraße. Diese Entwicklung muss auch die Stadt- und Verkehrsplanung berücksichtigen und entsprechend handeln“, ist Langer überzeugt.
Querung nur an zwei Stellen möglich
Schließlich ist die Hafenstraße derzeit vor allem auf die Interessen des Autoverkehrs ausgelegt und die Querung der vielbefahrenen Straße nur an zwei Stellen möglich: Beim Zebrastreifen auf Höhe der Gallanderstraße, der aber mehr als gefährlich ist, und beim Schutzweg samt Druckknopf-Ampel bei der OMV-Tankstelle, wo Fußgänger und Radfahrer entsprechend lange warten müssen.
„Eine gute Verkehrslösung sieht definitiv anders aus. Gerade jetzt, wo die nahegelegenen Bypassbrücken fertig sind und die Neue Donaubrücke bald eröffnet werden soll, ist es umso wichtiger, dass der Rad- und Fußverkehr in diesem Gebiet rasch und sicher vorankommt. Dazu ist eine kreuzungsfreie Querung der Hafenstraße eine Grundvoraussetzung“, bringt Langer den Verbesserungsbedarf auf den Punkt.
Die Reaktion von Infrastruktur-Stadtrat Markus Hein:
„Es gibt keine Ankündigung, dass es für Radfahrer oder Fußgänger einen Übergang geben wird. Fakt ist, dass sich die Verkehrsplanung natürlich auch mit diesem Problem beschäftigt hat. Es ist aber nicht verwunderlich, dass ein Übergang für Radfahrer und Fußgänger im Bereich Gallanderstraße aus Platzgründen nicht realisierbar ist. Jeden, der die Situation vor Ort kennt, sollte dies nicht überraschen. Auf welche Unterschriftenaktion oder Bürgerinitiative sich Herr Langer beruft, die sich explizit für eine Überführung einsetzt, ist mir nicht bekannt. Lediglich die Öffi-Situation wurde – zu Recht – von einer Betriebsrats-Initiative aufgegriffen und wird gemeinsam mit den Linz AG Linien verbessert“, erklärt der Linzer Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein zu den Aussagen des grünen Fraktionsobmanns und führt abschließend aus: „Da Herr Langer selbst kein Mitglied des städtischen Ausschusses für ‚Infrastruktur, Stadtentwicklung und Wohnbau‘ ist, gehe ich davon aus, dass er hier etwas durcheinander gebracht hat.“


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