Raml setzt sich weiter für Primärversorgungszentrum für Kinder und Jugendliche ein

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Ein Primärversorgungszentrum nur mit Kinderärzten ist gesetzlich nicht realisierbar (Symbolbild). (Foto: Sharomka/Shutterstock.com)
Wurzer Katharina Wurzer Katharina, Tips Redaktion, 14.04.2021 14:05 Uhr

LINZ. Wie berichtet setzen sich ÖVP und FPÖ für ein Primärversorgungszentrum (PVZ) für Kinder und Jugendliche in Linz ein. Nachdem Gesundheitsstadtrat Michael Raml erfuhr, dass das Primärversorgungsgesetz die ursprünglich geplante Realisierung verhindert, regt er eine Gesetzesänderung bei Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein an.

„Die Ärztekammer OÖ hat mich informiert, dass ein Primärversorgungszentrum nur mit Kinderärzten gesetzlich nicht realisierbar ist. Es muss laut Primärversorgungsgesetz immer auf einem Kernteam aus Allgemeinmedizinern basieren, das im Bedarfsfall um Kinderärzte ergänzt werden kann“, berichtet der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ). In Primärversorgungszentren arbeiten verschiedene Gesundheitsberufe wie zum Beispiel Allgemeinmediziner, Physio-, Logo-, Ergo-, und Psychotherapeuten, aber auch Diätologen und Diplomkrankenpflegekräfte unter einem Dach oder als Netzwerk an mehreren Standorten. Dadurch ergeben sich laut Österreichischer Gesundheitskasse (ÖGK) Vorteile für Patienten wie erweiterte Öffnungszeiten, kurze Wege und eine eng abgestimmte Versorgung. Die Zentren haben Verträge mit Krankenkassen. Als Nachteil kann betrachtet werden, dass Primärversorgungszentren ein definiertes Versorgungsgebiet haben, weshalb sie Patienten außerhalb ihres räumlichen Umfeldes ablehnen können.

Raml: „Gesetzliche Voraussetzungen verbesserungsbedürftig“

Laut Raml seien Primärversorgungszentren eine „gute Alternative“, da der Weg in die Selbstständigkeit für viele Jungmediziner eine „große Hürde darstelle“. Allerdings sollte die Gründung noch erleichtert werden. „Offenbar sind die gesetzlichen Voraussetzungen für die Gründung und das Betreiben eines PVZ verbesserungsbedürftig, weshalb ich im nächsten Gemeinderat eine entsprechende Resolution an den designierten Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein beantragen werde. Das Modell der Primärversorgungszentren soll mit allen Mitteln forciert werden“, führt der Stadtpolitiker aus. Der Gesundheitsminister sollte als Mitbegründer eines PVZ „großes Interesse an einem Ausbau dieses relativ neuen Angebots“ haben.

Sechs Zentren in Oberösterreich

Mit Stand 6. April 2021 gibt es laut ÖGK sechs Primärversorgungseinheiten im Bundesland. Diese sind in Enns, Marchtrenk, Haslach an der Mühl, Sierning- Neuzeug und in Linz. Die „Hausärzte am Domplatz“ setzen aber keinen speziellen Schwerpunkt auf Kinder und Jugendliche. Zum Team zählen Allgemeinmediziner, Ordinationsassistentinnen, diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen, Physiotherapeuten, eine Ergotherapeutin, eine Diätologin, eine Sozialarbeiterin sowie ein klinischer Psychologe. Insgesamt werden in Oberösterreich derzeit etwa 25.000 bis 30.000 Menschen in PVZ versorgt. Bis Ende des Jahres soll es 13 Zentren geben, bis 2025 flächendeckend 25.

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