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LINZ. Neun Frauen wurden in diesem Jahr österreichweit von ihren Partnern oder Ex-Partnern ermordet. Am Dienstag, 4. Mai, wurden wie berichtet zwei Kundgebungen gegen Gewalt an Frauen durchgeführt. Die Mitglieder des Bündnisses 8. März setzten auf Schweigen und Schilder.

  1 / 4   Am Dienstag, 4. Mai, wurde auf dem Martin-Luther-Platz in Linz eine Schweigekundgebung für Frauen durchgeführt, die von ihrem Partner oder Ex-Partner ermordet wurden. (Foto: Bündnis 8. März)

Am Dienstagnachmittag, 4. Mai, wurde auf dem Martin-Luther-Platz in Linz neun Frauen gedacht, die von ihren Partnern oder Ex-Partnern ermordet wurden. Sechs Vornamen sind dem Bündnis 8. März bekannt - Dijala, Maria, Rosi, Marija, Nadine und Dajana. „Das ist erschütternd und das können wir nicht hinnehmen“, hält SPOÖ Landesfrauenvorsitzende Renate Heitz zu den Frauenmorden fest. Die SPOÖ Frauen sind gemeinsam mit vielen anderen Organisationen wie Feminismus und Krawall, Frauen*Volksbegehren, Homosexuelle Initiative (Hosi) Linz und Omas gegen Rechts beim Bündnis 8. März dabei.

Wiedereinführung von Hochrisikofall-Konferenzen nötig

Diesmal verbündeten sie sich, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Auf dem Programm stand eine Schweigekundgebung, an der auch zwei Beamte die letzten 15 Minuten teilgenommen haben. Laut dem Bündnis 8. März brauche es mehr Mittel für Beratungsstellen und Frauenhäuser, mehr Mittel für Gewaltschutz, aber auch verstärkte Sensibilisierungsprogramme für Schulen, Justiz und Polizei sowie die Wiedereinführung von regelmäßigen Hochrisikofall-Konferenzen. Bis 2018 wurden Hochrisiko-Gewaltfälle gegen Frauen von Polizei, Interventionsstellen und Justiz gemeinsam besprochen. Abgeschafft wurde diese Vorgehensweise mit dem Argument, dass der erhoffte Nutzen nicht erreicht worden sei. Darüber hinaus werden Präventionsprogramme und Antigewalttrainings für Gefährdete gefordert sowie die Einbeziehung von Expertinnen aus Gewaltschutzorganisationen.

Gipfel ohne Gewaltschutzorganisationen

Hintergrund ist, dass der Gewaltschutzgipfel im Innenministerium am Montag, 3. Mai, ohne diese abgehalten wurde. Laut Bündnis 8. März würden Experten aus Gewaltschutzorganisationen aber am besten wissen, was es brauche, um Gewalt zu verhindern.


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