Linzer Grüne wollen Bevölkerung in Planung der Stadtbahn einbeziehen
LINZ. Wie berichtet wurde Anfang Juni die Vereinbarung zum Bau der Stadtregionalbahn Linz unterschrieben. Nun fordern die Linzer Grünen, dass die Bevölkerung in die Planung einbezogen werden soll. Sie kündigen einen Gemeinderatsantrag an.

Das Land Oberösterreich und der Bund planen den Ausbau der Stadtregionalbahnen S6 Mühlkreisbahn und der S7 in Richtung Gallneukirchen und Pregarten. Damit sollen einerseits einem steigenden Verkehrsaufkommen und andererseits dem Klima- und Umweltschutz Rechnung getragen werden. Die Planungen der Stadtregionalbahnen sollen in zwei Phasen erfolgen, wobei die erste die innerstädtische Linzer Trassenplanung und die zweite die Trassenplanung in den Regionen Gallneukirchen und Pregarten umfasst. Die Planungskosten von rund 26,58 Millionen Euro werden je zur Hälfte vom Land Oberösterreich und dem Bund übernommen. „Mit der Absicherung der Planungskosten für dieses Jahrhundertprojekt wird der Grundstein für eine echte Mobilitätsalternative geschaffen. Die künftigen Stadtbahnen werden Land und Stadt umweltfreundlich miteinander verbinden und den Alltag vieler tausend Pendler positiv beeinflussen“, sind Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) überzeugt.
Vergangene Proteste bei großen Bauvorhaben
Die Linzer Grünen sprechen von einem „Meilenstein im Ausbau des öffentlichen Verkehrs für Linz und das Umland“. Linzer sowie Pendler würden gleichermaßen profitieren, da sie künftig schnell und bequem zu ihren Arbeitsplätzen und nach Hause fahren könnten, ohne Verkehrsstaus oder eine mühsame Parkplatzsuche in Kauf nehmen zu müssen. Bei der Planung dürfte aber nicht auf die Bevölkerung vergessen werden. „Diese sollen von Beginn an umfassend einbezogen werden, am besten mit stadtteilspezifisch geeigneten Veranstaltungen“, hält Umwelt-Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne) in einer Aussendung fest. In der Vergangenheit hätten große Bauvorhaben oftmals Proteste nach sich gezogen, da die Linzer zu wenig in das jeweilige Projekt eingebunden worden seien. „In anderen Gemeinden, auf denen die Stadtbahntrasse verläuft, hat es bereits Informationsveranstaltungen gegeben. Es ist sinnvoll, auch in Linz auf diesen Zug aufzuspringen und entsprechende Formate zu organisieren“, sagt Schobesberger weiter. Sie kündigt einen entsprechenden Gemeinderatsantrag in der nächsten Sitzung am 1. Juli an.








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