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LINZ. Am Donnerstag hat der Linzer Stadtsenat mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP mehrheitlich grünes Licht für das Covid-Konzept des Urfahraner Herbstmarktes von 2. bis 10. Oktober gegeben. Die endgültige Entscheidung über die Durchführung durch den Krisenstab soll dennoch erst nächste Woche fallen.

Vor allem die Pläne, Geimpfte und Ungeimpfte beim Urfahraner Herbstmarkt mit unterschiedlichen Armbändern zu markieren, spaltet die Linzer Politik. (Foto: volker weihbold)

Der Linzer FPÖ-Obmann Vizebürgermeister Markus Hein betont in seiner ersten Reaktion: „Ich lehne eine Stigmatisierung von ungeimpften Menschen entschieden ab. Deshalb haben wir Freiheitliche im heutigen Stadtsenat gegen das von ÖVP-Vizebürgermeister Baier vorgelegte Urfix-Corona-Konzept gestimmt. Während andere von einer weit sichtbaren Kennzeichnung und Stigmatisierung von Ungeimpften abrücken, stimmten SPÖ und ÖVP heute dafür.“

Da sich auch die Grüne Stadträtin Eva Schobesberger enthalten hat, fußt das Konzept lediglich auf der Zustimmung von SPÖ (3 Stimmen) und ÖVP (2 Stimmen). In der heutigen Stadtsenatssitzung wurden damit die finanziellen Mittel für das Corona-Präventionskonzept beschlossen, das rund 230.000 Euro kosten wird.

Grüne: „Achttägige Sperre des Donauradweges ist inakzeptabel“

„Ich wünsche mir, dass der Urfahranermarkt wieder stattfinden kann und finde es gut, wenn es dafür ein umfangreiches ein COVID 19-Konzept gibt. Den Donauradweg während des Jahrmarktes zu sperren, ist aber inakzeptabel. Es würde ja auch niemand auf die Idee kommen, eine Hauptachse für den Autoverkehr acht Tage lang wegen einer Veranstaltung zu sperren. Hier braucht es eine bessere Lösung“, hält Stadträtin Eva Schobesberger fest. In der Stadtregierungssitzung wurde trotz fehlender Unterlagen die Umsetzung des Covid-Maßnahmenpaketes für den Urfahraner Jahrmarkt mit Gesamtkosten von 253.700 Euro beschlossen. Teil davon ist eben diese achttägige Sperre des Radweges.

Covid-Konzept spaltet Linzer Politik

„Wir Freiheitliche haben gegen dieses Konzept gestimmt, da wir eine weitere Spaltung der Gesellschaft nicht befürworten. Teil des Konzepts ist es, Geimpfte und Ungeimpfte mit unterschiedlichen Armbändern zu markieren. Das kommt für uns nicht in Frage“, unterstreicht Hein, betont aber „Der Jahrmarkt findet somit erfreulicherweise statt, wenn auch das Covid-Konzept fragwürdig ist.“

Entscheidung kommende Woche

„Von dem Konzepte her ist der Markt grundsätzlich machbar“, so Bürgermeister Klaus Luger. Dies war auch der Grund warum die SPÖ im Stadtsenat für das Schutzkonzept gestimmt habe. Nachdem laut Luger die schriftliche Verordnung der von der Bundesregierung angepeilten Maßnahmen noch abgewartet werden soll, wurde die endgültige Entscheidung durch den Linzer Krisenstab jedoch auf kommende Woche vertagt. „Ich kann mir vorstellen, dass gewisse Schausteller die Lust verlieren bei dem Risiko“, spricht Luger auch Unsicherheiten an, was zum Beispiel Kinder unter 12 Jahren betrifft, die noch nicht geimpft werden können. „Auf Biegen und Brechen - da bin ich dagegen.“


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