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LINZ. Mit deutlichen Worten reagierte der Linzer Bürgermeister Klaus Luger am Donnerstag auf die teils chaotischen Szenen, die sich rund um die Demonstration von Impfgegnern und Coronaleugnern auf dem Linzer Hauptplatz und im Bereich der Nibelungenbrücke abgespielt haben. Im letzten Moment wurde etwa auch verhindert, dass Randalierer das Rathaus stürmen konnten.

Bürgermeister Klaus Luger (Foto: Stadt Linz)
Bürgermeister Klaus Luger (Foto: Stadt Linz)

Als Bürgermeister könne er weder Demonstration genehmigen oder bewilligen. „Die Polizei hat die Demo genehmigt, aber unter anderen Voraussetzungen, als sie dann eintraten“, so Luger. „Eine Kundgebung am Hauptplatz war genehmigt. Die Demonstranten, großteils Impfgegner, aber auch einige Coronaleugner waren darunter, haben daraufhin die Straßenbahnen blockiert, den Hauptplatz blockiert, die Brücke blockiert, den Verkehr auf der Donaulände zum Erliegen gebracht.“

Auch ein Rettungswagen kam nicht mehr durch

Das ging für den Linzer Bürgermeister zu weit: „Unzählige Arbeitnehmer sind im Stau gestanden, die Straßenbahnen standen fast zwei Stunden, Schüler konnten nicht nach Hause. Besonders berührte mich, dass auch ein Notarztwagen nicht durchgekommen ist und erhebliche Zeitverluste erlitt. Da hört sich für mich auch Freiheit auf.“

Luger bedankt sich bei der Polizei für ihr umsichtiges Vorgehen. „Es war manchmal so zugespitzt, dass auch Massenschlägerei hätten stattfinden hätte können. Wir mussten auch das Rathaus absperren, sonst hätten es Randalierer gestürmt.“

Selbstverständlich haben für das Linzer Stadtoberhaupt auch Impfgegner das Recht, zu demonstrieren. „Aber sie haben kein Recht, unser Leben, unseren Verkehr und auch Transporte kranker Menschen lahmzulegen. Da hört sich für mich die Freiheit auf. Mit diesem Radikalismus, der bei diesen Demonstrationen immer mehr spürbar wird, kann unsere Gesellschaft nicht zusehen.“


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