Neues Forum: Forward - VorDenken für Linz
LINZ. „Ein gelungener Auftakt für die Diskussionsreihe“, war laut Vizebürgermeister Martin Hajart der Start für das neue Forum „Forward – VorDenken für Linz“. Bei den Treffen soll es darum gehen, gemeinsam mit Experten wichtige Fragen der Zukunft zu diskutieren und Lösungswege zu erarbeiten.

Die erste Diskussionsrunde fand zum Thema Digitalisierung und Vernetzung des Verkehrs im Somnium der Johannes Kepler Universität statt. Am Podium waren Albert Fellner, Gründer von JJames Parking, Philipp Wintersberger von der FH Hagenberg und JKU-Professorin Cristina Olaverri-Monreal.
„Sicher, effizient, zuverlässig und umweltfreundlich“
Olaverri- Monreal, Professorin für Nachhaltige Transportlogistik an der JKU und international renommierte Wissenschaftlerin, sieht mit dem Einsatz elektronischer Technologien die Möglichkeit „die zivile Infrastruktur besser zu nutzen und die Verkehrssysteme sicher, effizient, zuverlässig und umweltfreundlicher zu machen, ohne neue physische Infrastrukturen zu schaffen.“ Digitalisierung und Intelligent Transportation Systems (IST) könnten zu einem klimaneutralen Verkehr beitragen, so die Expertin.
„Es gibt keine schlechten Verkehrsmittel“
Philipp Wintersberger meint: „Es gibt keine schlechten Verkehrsmittel, sondern unpassende Einzelentscheidungen, während jedes Verkehrsmittel für bestimmte Bereiche seine Berechtigung hat. Digitalisierung im Verkehr soll das Ziel verfolgen, uns langfristig bessere Entscheidungen zu ermöglichen, sowohl auf individueller als auch auf gesellschaftlicher Ebene.“
Parkplatzsuche als Verkehrsverursacher
Ein gutes Beispiel dafür sei die Parkplatzsuche, diese verursacht rund 30 Prozent des innerstädtischen Verkehrs. Durch Digitalisierung wäre eine Reduzierung möglich: „Digitalisierung hilft uns, den Verkehr intelligent zu lenken – das nutzt uns genauso wie der Umwelt, sind sich Wintersberger und Albert Fellner einig. Fellner meint, dass durch digitale Parkraumbewirtschaftung rund 50 Prozent der Oberflächenparkplätze wegfallen könnten.
Mobilitätslabor Linz
Spannende Projekte hätte auch Olaverri-Monreal in der Pipeline, diese möchte Linz sogar zu ihrem Mobilitätslabor machen. Ein Vorschlag, der auch beim Vizebürgermeister großen Anklang fand: „Meine Türen stehen für neue Ideen stets offen“.


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