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LINZ. Vier Tonnen „Silvestermüll“ entsorgen die städtischen Mitarbeiter jährlich nach dem Jahreswechsel, für das gesamte Jahr 2022 fielen im Stadtgebiet rund 86.600 Tonnen Abfälle an.

Täglich sind in Linz 130 Mitarbeiter für die Abwicklung der Müllentsorgung im Einsatz (Foto: FOTOKERSCHI.AT / KERSCHBAUMMAYR)

Die Abfälle setzen sich aus Rest-, Bio- und sperrigen Abfällen zusammen, aber auch aus Altpapier und Verpackungen wie Leicht-, Glas- und Metallverpackungen. Auch Nichtverpackungsmetalle sowie Altholz zählen dazu. Im Vergleich zu den durchschnittlichen Mengen in den Jahren 2017 bis 2021 verringerten sich die Mengen 2022 um rund 2,8 Prozent.

Weniger Altpapier, mehr Kartonagen

Der Grund dafür wird in der Verminderung der Altpapiersammelmenge gesehen. Dieser Wert reduzierte sich seit 2017 um 12,7 Prozent, von 15.000 Tonnen auf etwa 12.400 Tonnen. Hier dürfte die Ursache der geringere Einsatz von Druckerpapieren zugunsten einer vermehrten Nutzung digitaler Medien sein. Im Gegensatz dazu steigen die Mengen an gesammelten Kartonagen, eine Erklärung dafür könnte der Trend zum Online-Shopping sein.

130 Mitarbeiter und 55 Fahrzeuge täglich im Einsatz

Täglich sind in Linz 55 Entsorgungsfahrzeuge im Einsatz, insgesamt stehen 83 zur Verfügung. Im Stadtgebiet sind über 60.000 Abfallbehälter aufgestellt, rund 130 Mitarbeiter sind täglich für die Abwicklung der Entleerung zuständig. Dazu gehören auch die vier Linzer Altstoffsammelzentren, in denen Altstoffe wie Elektrogeräte, Batterien, Sperrmüll oder Problemstoffe entsorgt werden können.

Umweltgerechte Verwertung der Abfälle

Rest- und Sperrabfälle werden von der Linz AG für die Strom- und Fernwärmeerzeugung verwendet. Durch eine fachgerechte Kompostierung oder Vergärung kann aus Bioabfall wieder fruchtbarer Humus oder Biogas entstehen. Getrennt gesammelte Kunststoff-, Glas- oder Metallverpackungen sowie Altpapier können durch spezielle Verfahren recycelt werden, deshalb sollten diese keinesfalls im Restabfall landen. Altholz wird je nach Zustand stofflich verwertet, zum Beispiel in der Spanplattenindustrie, oder thermisch.


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