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Fachkräftemangel in Linz: Einfachere Anerkennung von ausländischen Qualifikationen gefordert

Anna Fessler, 12.04.2023 15:08

LINZ. Der Migrations- und Integrationsbeirat der Stadt Linz (MIB) thematisiert in seiner morgigen Arbeitssitzung am 13. April die formale Anerkennung ausländischer Studienabschlüsse und Berufsausbildungen. Die sogenannte Nostrifizierung stellt häufig ein Hindernis für hochqualifizierte Migranten dar, gleichzeitig werden Fachkräfte in allen Branchen dringend benötigt.

Trotz Fachkräftemangel im Gesundheitswesen ist die Anerkennung ausländischer Qualifikationen oft mit Barrieren verbunden. Der Migrations- und Integrationsbeirat der Stadt Linz will das ändern. (Foto: DOC RABE Media/stock.adobe.com)

„Unser gemeinsames Ziel ist, unter Einbeziehung von Experten konkrete Vorschläge für eine Optimierung des Nostrifizierungs-Prozesses zu erarbeiten und eine politische Diskussion in Gang zu bringen, um die Verfahren zu beschleunigen und transparenter zu machen“, so MIB-Vorsitzende Krisztina Balint und Vizebürgermeisterin Blöchl in einem gemeinsamen Statement.

Syrische Ärzte pendeln nach Deutschland zur Berufsausübung

Obwohl im Gesundheitswesen ein besonderer Bedarf besteht, würden hochqualifizierte Frauen aus der Ukraine berichten, dass sie ihren einschlägigen Beruf nicht ausüben können. Laut dem Arbeitsmarktservice sind derzeit 14 ukrainische Ärzte in Oberösterreich als medizinische Hilfskräfte tätig. Auch 76 syrische Ärzte können ihren Beruf derzeit nicht ausüben. Viele von ihnen würden nach Deutschland pendeln, wo bessere Möglichkeiten bestünden, einer der Qualifikation entsprechenden Arbeit nachzugehen.

Migrations- und Integrationsbeirat will Vorschläge erarbeiten

„Vorhandene Ressourcen am Arbeitsmarkt bestmöglich einzusetzen muss aus sozialen und wirtschaftlichen Gründen ein klares Ziel unserer Gesellschaft sein.“, sagt Integrationsreferentin Vizebürgermeisterin Tina Blöchl. Die Vereine des Beirats wollen Erfahrungswerte von Betroffenen einholen, die einen Anerkennungsprozess abgeschlossen haben oder gerade durchlaufen. Damit will man sich in einem ersten Schritt ein Bild von der Situation machen. Das langfristige Ziel wäre eine Vereinfachung der gesetzlichen Grundlagen und der komplexen Zuständigkeiten für solche Verfahren anzustoßen.


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