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BERLIN. Künstliche Intelligenz (KI) und Nachhaltigkeit sind Themen der Gegenwart, die nicht an der Landesgrenze Halt machen. Stefanie Christina Huber, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Oberösterreich, suchte mit einer Delegation den internationalen Austausch in Berlin, unter anderem bei Google sowie beim Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DKFI).

s Informationsreise auf Einladung von Stefanie Huber, Vorstandsvorsitzende der Sparkasse OÖ (Foto: Mehdi Bahmed/Concept Photography Berlin)

„Der Schachcomputer war früher die Speerspitze der KI“, so der wissenschaftliche Direktor des DKFI, Antonio Krüger. Auf die Frage, was denn die KI besser könne als ein Mensch, antwortet er: „Weil sie ein maschinelles Verfahren ist, kann sie Aufgaben schneller bearbeiten. Dafür braucht die KI aber eine Menge Daten und Energie. Menschen benötigen viel weniger Information, um etwas zu lernen, das ist effizienter.“

Anwendungsbereiche

Große Chancen sieht Krüger bei digitalen Assistenten und im Gesundheitssektor. Google Berlin berichtete von Anwendungen in der Brustkrebsforschung, bei Flugverspätungen am Beispiel von Lufthansa, der Optimierung von Emissionen, intelligenten Ampelschaltungen und spritsparenden Routen. Letztere sind via Google Maps seit dem Vorjahr im Einsatz und konnten seither weltweit 2,4 Tonnen CO2 einsparen.

KI in der Bankenlandschaft

Im Finanzsektor bietet die KI Potenzial, durch interne Effizienzsteigerungen mehr Zeit für Beratung zu generieren, für die Risiko-Früherkennung und die Betrugsprävention. „Künstliche Intelligenz ist ein Innovationsfaktor, der unsere Leistung optimiert und modernisiert. Als Sparkasse Oberösterreich beschäftigen wir uns intensiv mit dieser revolutionären Technologie. Wir sind uns dessen bewusst, dass mit der Nutzung von KI-gestützten Systemen eine große Verantwortung einhergeht. Daher wollen wir diese nutzen, ohne dabei die menschlichen Werte, Datenschutz, Recht und Ethik zu vernachlässigen. Wie bei der Nachhaltigkeit ist auch beim Thema der KI das Zusammenspiel aus Chancen, ethischem Einsatz sowie Regulatorik, in Bezug auf die Risiken, wesentlich. Dabei wird der Mensch immer im Mittelpunkt stehen“, betont Stefanie Huber.

Oberösterreich gestaltet mit

„Wir in Oberösterreich wollen nicht einfach Passagier dieser technologischen Revolution sein, sondern den Wandel selbst mitgestalten. Das wird entscheidend sein, um als Wirtschafts-, vor allem aber als Innovationsstandort auch in Zukunft vorne mit dabei zu sein“, sagt Landeshauptmann Stelzer, der wie Wirtschaftslandesrat Achleitner und Infrastrukturlandesrat Steinkellner an der Reise teilnahm. In der Landesverwaltung könnten virtuelle Übersetzungen oder automatische Niederschriften Zeit sparen. Achleitner berichtet: „Jedes dritte Großunternehmen hat bereits KI-Systeme im operativen Einsatz. Für eine gute Zusammenarbeit soll KI auf den Menschen zentriert sowie vertrauenswürdig sein. Das neue KI-Zertifizierungszentrum Trustifai mit Hauptstandort in Hagenberg, das kürzlich von TÜV Austria und dem Software Compe-tence Center Hagenberg gegründet wurde, war ein wichtiger Meilenstein. Das Zentrum ist nicht nur Vorreiter, sondern auch der erste ‚Test- und Qualifizierungs-Hub‘ in Österreich.“

Intelligenter Straßenverkehr

„Künstliche Intelligenz im Straßenverkehr wird in Zukunft die Verkehrsflüsse optimieren und damit die Verkehrssicherheit erhöhen“, erklärt Steinkellner und ergänzt: „Intelligente Ampeln werden untereinander und mit automatisierten Fahrzeugen kommunizieren. Das Verkehrsgeschehen wird somit planbarer und vorhersehbarer, was gerade auch bei Baustellen die Umleitungswege exakt berechnet und somit Staus verhindert. KI in automatisierten Fahrzeugen wird die Verkehrssicherheit im Hinblick auf die Straßenverhältnisse revolutionieren. Automatisierte Fahrzeuge sollen künftig Fahrgäste zu den ÖV-Hauptachsen bringen und vondort abholen.“ Er denkt konkret an eine Teststrecke zwischen Hagenberg und Pregarten.


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