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LINZ. Über Frauennetzwerke und Männerseilschaften in land- und forstwirtschaftlichen Organisationen wurde im Rahmen einer Podiumsdiskussion an der HBLA Elmberg gesprochen. Warum gerade die Landflucht „weiblich“ ist und sich der „Gender Pay Gap“ oft erst mit der Geburt von Kindern öffnet, wurde am Podium von Funktionärinnen aus dem Landwirtschaftsbereich diskutiert.

V.l.: Rosemarie Ferstl, Vizepräsidentin LK OÖ; Elisabeth Gneißl, Landtagsabgeordnete; Elisabeth Keplinger-Radler, Gründerin Mühlviertel TV; Lisa Harrer, Obfrau des Absolventenverbandes; Stefanie Moser, Bio Austria; Johanna Haider, Vorsitzende Bäuerinnenausschuss und Kammerrätin; Leopoldine Weinzierl, Schulleiterin HBLA Elmberg; Thomas Reisecker, VLV OÖ; Maria Neubauer, Aufsichtsrätin Raiffeisenbank Gramastetten Rodltal; Moderatorin Gabriele Höfler, Erwachsenenbildnerin und Bäuerin (Foto: HBLA Elmberg)

„Die Frau ist die Mutter der Kinder, der Mann der Babysitter“: Mit diesem provokanten Statement eröffnete Lisa Harrer, Obfrau des Absolventenverbands, die Diskussion, welche an der Höheren Bundeslehranstalt für Landwirtschaft und Ernährung Elmberg organisiert wurde. Am Podium wurden mit geballter Frauenpower Themen angesprochen, die Landwirtinnen bewegen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Erwachsenenbildnerin und Bäuerin Gabriele Höfler.

Rosemarie Ferstl, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer OÖ, erzählte von ihrer Entscheidung für diese Aufgabe, um eben „nicht wieder einem Mann den Vortritt zu lassen“. Elisabeth Keplinger-Radler, Absolventin der HBLA Elmberg und Gründerin von Mühlviertel TV, schilderte den oft herausfordernden Spagat zwischen Familienarbeit und selbständiger Unternehmerin. Kammerrätin Johanna Haider bestärkte vor allem das weibliche Publikum darin, sich auch selbst aktiv für Positionen „in der ersten Reihe“ ins Spiel zu bringen, gleich ob hauptberuflich oder ehrenamtlich.

Kompetenzen von Frauen sichtbar machen

Stefanie Moser von Bio Austria zeigte sich überzeugt davon, dass es auch für einen Betrieb einen Unterschied macht, wenn er von einer Frau geführt wird. Thomas Reisecker, VLV OÖ und Vertreter der Männer bei dieser Veranstaltung, betonte die Wichtigkeit einer Partnerschaft auf Augenhöhe, sowohl bei der Betriebsführung als auch bei der Aufteilung der Familienarbeit. Es müsse immer wieder von Neuem hinterfragt werden: „Passt das noch so?“Maria Neubauer, Aufsichtsrätin der Raiffeisenbank Gramastetten Rodltal, fasste den Grundkonsens der Diskussion zusammen: Frauen führen Betriebe und beweisen in vielfacher Weise ihre Managementkompetenzen, allerdings müssen sie dies auch sichtbar machen.


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