Naturbestattung in Luftenberg
LUFTENBERG. Auf einer Fläche von knapp acht Hektar sollen nach Plänen des Grundeigners Andreas Krassay unter ausgewählten Bäumen Interessenten ihre bevorzugte letzte Ruhestätte auswählen können.

Zum Thema „Waldbestattung“ fand am Dienstag vergangener Woche eine Informationsveranstaltung am Gemeindeamt Luftenberg statt. „Das geplante Areal befindet sich auf einer geeigneten Fläche mit geringer Neigung, was für diesen Zweck nötig ist“, sagte Waldbesitzer Andreas Krassay über die Wahl des Ortes, an dem künftig Begräbnisfeierlichkeiten samt Urnenbestattung stattfinden sollen. Voraussetzung ist eine vorherige Einäscherung. Dann könnte die biologisch abbaubare Urne an den Wurzeln des ausgewählten Baumes beigesetzt werden.
Bürgermeisterin versprach Überprüfung der Einwände
Um für die künftigen Begräbnisse in seinem Wald die passende Infrastruktur zu schaffen, will er folgende Gestaltungsmaßnahmen vornehmen: Spazierwege sollen angelegt, ein Parkplatz für 25 Autos geschaffen und ein Geräteschuppen mit WC-Anlage errichtet werden. „Dieses Areal soll nicht nur Ruhestätte, sondern auch weiterhin ein Platz zum Wandern und Verweilen sein. Auf Schmuck wie Blumen oder Kerzen wird bewusst verzichtet“. Dass sich das erwartete Besuchsaufkommen von dem üblicher Friedhöfe nicht wesentlich unterscheiden würde, befürchten die Anrainer des geplanten Ruhewaldes und gaben ihrem Unmut darüber in emotional geführten Diskussionen Raum. Bürgermeisterin Hilde Prandner versprach die Überprüfung der Einwände vor der Beschlussfassung im Gemeinderat.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden