Walkner holt Weltmeistertitel für KTM
MATTIGHOFEN. Nach nur einem Jahr im Rallye-Sport holte sich KTM-Pilot Matthias Walkner den Weltmeistertitel. Auch in Hinblick auf die Dakar 2016 setzt die Motoradschmiede große Hoffnungen auf den Salzburger.

Der 29-jährige Matthias Walkner vom Red Bull KTM Faktory Racing Team startete bereits als „WM-Führender“ ins letzte Rennen der FIM Cross-Country Rallies Weltmeisterschaft 2015 - die Rallye OiLibya du Maroc. Nach einem eher verhaltenen Beginn ging es stetig bergauf und zwei schnelle Schlussetappen mit den Platzierungen fünf und drei bescherrten ihm schließlich den zweiten Gesamtrang und somit den Rallye Weltmeisterschaftstitel 2015.
„Ich konnte bei Kilometer 40 die Führung übernehmen und bin dann ab Wertungspunkt zwei um mein Leben gefahren. Dabei habe ich einen kleinen Vorsprung herausgefahren, und als ich beim Tankstopp 15 Minuten warten musste und der Pablo Quintanilla nicht kam (wegen eines Sturzes, Anm. d. Red.), wusste ich das ich gut unterwegs bin. Ich habe dann versucht keine Fehler mehr zu machen und bin mehr oder weniger gemütlich ins Ziel gefahren“, erklärt der KTM-Pilot übergliücklich im Ziel.
Auch von Seiten der Mattighofner Motorradschmiede zeigt man sich mehr als begeistert und setzt große Hoffnungen in den Newcomer, wie auich Mentor und KTM Motorsportberater Heinz Kinigadner: “Der Hiasi macht mich ehrlich gesagt richtig stolz! Er ist jetzt nach nur etwas mehr als einem Jahr der Weltbeste, als Weltmeister kann er das jetzt zu recht von sich behaupten. Nach der Umstellung vom Motocross habe ich mir nicht gedacht, dass er so schnell zu einem schnellen, und vor allem sicheren Rally-Fahrer wird. Er hat aber wahrscheinlich auch so viel gearbeitet wie kein anderer, das ist jetzt das wohlverdiente Resultat. Genau vor einem Jahr gab er bei der gleichen Rally sein Debut in der WM-Elite, diese Woche hat er die wenigsten Fehler aller gemacht und sich den Titel wirklich verdient.“
Auch Team Manager Alex Doringer prognostiziert ihm eine aussichtsreiche Zukunft: „Er hat sich in der extrem kurzen Zeit sehr stark verbessert, ist zwar noch nicht ganz perfekt unterwegs, wenn er aber in der Gangart weiterarbeitet steht ihm noch eine große Rally-Zukunft bevor. Wichtig ist, dass er die Merzouga Rally jetzt nur als Training sieht und dann fit sowie gut vorbereitet in die Dakar 2016 starten kann. Als Team, Hersteller und Firma können wir unglaublich stolz sein jetzt einen österreichischen Rally-Weltmeister in unseren Reihen zu haben!“


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