Mauerkirchnerin schreibt Hefterl,die zum Nachdenken anregen sollen
MAUERKIRCHEN. Mit ihren Hefterln will Birgit Huber aus Mauerkirchen vor allem eines – Menschen zum Nachdenken anregen. Nach einem schweren Schicksalsschlag 2015 hat die 44-Jährige damit begonnen, ihre Gedanken in kleinen Büchlein und Kurztexten niederzuschreiben. Damit hat sie auch einen Weg aus ihrer persönlichen Krise gefunden.

„Man darf erkennen, dass es ein Geschenk ist, dass man leben darf“, erzählt Birgit Huber. Die 44-jährige Mauerkirchnerin hat 2015 einen Gesamtzusammenbruch erlitten und ist seither vor allem in ihrer Bewegung beeinträchtigt. Mit dem Schreiben von kleinen Büchlein hat sie aber ein Ventil gefunden, wie sie ihrer Gedankenwelt Ausdruck verleihen und Menschen zum Nachdenken anregen kann. Früher arbeitete sie als Stewardess und bereiste so Teile der Welt.
Viel über das Leben nachgedacht
„Schon vor und auch nach meinem Zusammenbruch habe ich viel über mich und mein Leben nachgedacht. Seither hat sich in meiner Sichtweise einiges verändert. Vor allem über die Liebe zu sich und meinen Mitmenschen denke ich jetzt anders“, erklärt Huber. Die ohnehin enge Beziehung zu ihrer Mutter ist seit dem Schicksalsschlag noch näher geworden. Sie habe erkannt, was für eine liebevolle und einzigartige Mutter sie habe und hat aus diesem Grund auch ihr erstes kleines Büchlein „Gedanken... gewidmet der liebsten Mutti der Erde“ genannt. Mittlerweile gibt es drei solcher kleinen Hefterl, in denen sich Kurztexte, Gedichte und Fragen zum Leben, der Erde und der Natur wiederfinden. Der zweite Band heißt „Gedanken von mir“, der dritte „Einfach Liebe“. „Die Gedanken für meine Texte waren einfach da, ich durfte sie nur noch niederschreiben“, beschreibt die 44-Jährige. 2017 hat sie mit dem Schreiben der Bücher begonnen, seit 2018 sind sie nicht nur bei ihr selbst, sondern unter anderem auch bei der Buchhandlung Lauf in Braunau oder der Marktgemeinde Mauerkirchen erhältlich.
Hefterl gegen Spende erhältlich
Einen fixen Kaufpreis gibt es nicht, als Gegenleistung zahlt man eine kleine Spende. Der Reinerlös daraus wird zum Teil gespendet und geht an einen Gnadenhof mit vielen lieben Tieren. Was sie den Menschen mit ihren Texten mitgeben will, erklärt Huber so: „Die Interpretation meiner Bücher ist jedem selbst überlassen, es sind einfach Gedanken und Anregungen, die zum Nachdenken anregen sollen“, sagt die Mauerkirchnerin. Nach dem ersten Band hat sie auch ihre geliebte Mutter um ihre Meinung gefragt. „Sie hat gesagt, ich darf weiterschreiben“, beschreibt Huber mit einem Lächeln. Auch ihrem geliebten Stiefpapa will Huber einen besonderen Dank aussprechen. Generell empfiehlt sie gerade in der heutigen schnelllebigen Zeit, sich und seine Umwelt einfach auch mal wieder ein wenig bewusster wahrzunehmen und dadurch zu mehr Dankbarkeit und Liebe zu finden. Ihre Gedanken in den Texten sollen dazu ein Anstoß sein.
Neue Gedanken schon niedergeschrieben
Stoff für einen vierten Band hat Huber bereits schon wieder gesammelt und niedergeschrieben, ob und wann es zu einer Veröffentlichung kommt, steht aber noch nicht fest.


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