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MAUTHAUSEN. Im Rahmen einer Ausstellung unter dem Titel „M 48° 15′ 24.13″ N, 14° 30′ 6.31″ E“  werden von 10. April bis 31. Oktober die Arbeiten des österreichischen Fotografen Marko Zink präsentiert. Beim Titel der Ausstellung handelt es sich um die Koordinaten von Mauthausen. 

Direktorin Barbara Glück und Fotograf Marco Zink (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)
Direktorin Barbara Glück und Fotograf Marco Zink (Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)

Textauszug von Wolfgang Huber-Lang: „Es geht Marko Zink nicht um Dokumentation, sondern um Irritation. Er zwingt zum genauen Hinsehen und eröffnet eine vielschichtige Auseinandersetzung. Mit fotografischen Mitteln versucht er ein zweifaches Verschwinden sichtbar zu machen: die Auslöschung von Menschen und die Tilgung von Erinnerung. Eine intensive Auseinandersetzung mit einer Vergangenheit, die nicht verjährt. Die von Marko Zink gewählte Kunstform ist die analoge Fotografie. Er bearbeitet seine Filme, ehe er sie belichtet. Er kocht oder stanzt sie, behandelt sie mit Chlor oder Tintentod. Mit diesem filigranen Filmmaterial fotografiert er ausgewählte Orte in- und außerhalb des ehemaligen Konzentrationslagers.

Die von Marko Zink gewählte Kunstform ist die analoge Fotografie. Er bearbeitet seine Filme, ehe er sie belichtet. Er kocht oder stanzt sie,behandelt sie mit Chlor oder Tintentod. Mit diesem filigranen Filmmaterial fotografiert er ausgewählte Orte in- und außerhalb des ehemaligen Konzentrationslagers. Manchmal wirken Zinks Fotoarbeiten wie historische Fundstücke, rasch und heimlich aufgenommen, ausgebleicht von der Sonne, halb zerstört durch die Einwirkungen der Zeit. Manchmal scheinen die Fotos mit ihren Beschädigungen auf einer eigenen Ebene von jenem Ungeheuerlichen zu berichten, das sich hier vor weniger als acht Jahrzehnten zugetragen hat. Und manchmal scheint auf ihnen etwas sichtbar zu werden, was nur scheinbar nicht mehr zu sehen ist.

Marko Zink erinnert uns mit seiner Arbeit daran, dass es möglich ist: Was an das Vergangene erinnert, und was vor dem Kommenden warnt – es ließe sich alles sehen. Wenn wir nur wollen“.

Ausstellungseröffnung

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 10. April um 18 Uhr in Anwesenheit des Künstlers im ehemaligen Reviergebäude in der KZ-Gedenkstätte statt.


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