Ein Kreuz sorgt für Irritationen
MAUTHAUSEN. 24 Jugendliche aus acht europäischen Ländern haben sich im Rahmen des internationalen Jugendcamps “Volksbund Erasmus+ 2018“ mit der Zeit des NS-Regimes beschäftigt.

Die Jugendlichen reinigten Denkmäler im Memorial, veranstalteten gemeinschaftsverbindende Unternehmungen und besuchten den Soldatenfriedhof im östlichen Teil von Mauthausen. An diesem Ort liegen vor allem Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg, aber auch ein Massengrab mit 2.000 Toten aus dem Zweiten Weltkrieg ist hier zu finden. Diese Stelle ist mit einem Holzkreuz markiert, welches mit Isolatoren und Stacheldraht versehen ist. In Anbetracht dessen, dass es sich hier vorwiegend um jüdische Gefangene handelt, hat dieses für das Christentum stehende Symbol für Irritationen bei den Jugendlichen gesorgt.
Projektarbeiten für Denkmal
Eine Forschungsarbeit zum Soldatenfriedhof konnte nicht klären, wer dieses Kreuz aufgestellt hatte und wann dies stattgefunden hat. Dieser Umstand sollte Thema eines Kunstworkshops werden. Es wurden Ideen gesucht, dieses Denkmal neu zu gestalten. Die Präsentation der Ergebnisse fand kürzlich im Besucherzentrum des Memorial Mauthausen statt. Unter anderem sind in den Projektarbeiten ein Lebensbaum auf einem Massengrab sowie eine Todesstiege mit Wassertropfen (Wasser – Symbol des Lebens) entstanden. „Langfristiges Ziel ist es, eine dieser Arbeiten auch umzusetzen“, ließ Bernhard Mühleder vom Memorial wissen.


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