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Leserartikel Margarete Frühwirth, 27.03.2019 16:53

MAUTHAUSEN. Im Rahmen einer Feierstunde im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte wurden kürzlich 25 neue Vermittler mit Urkunden ausgezeichnet. Auch wurde ein Projekt der Kunstuniversität Linz - in Zusammenarbeit mit der Linzer Berufsschule 5 - präsentiert.

  1 / 5   Univ.-Prof. Stefan Sonvilla-Weiss (4.v.l.) mit seiner Studentengruppe und Bernhard Mühleder (r.) an der Installation im Besucherzentrum

Gedenkstätten-Direktorin Barbara Glück und die pädagogische Leiterin Gudrun Blohberger nahmen die Gelegenheit wahr, sich für die gelungene Kooperation bei den Studenten und ihrem Leiter Univ. Prof. Stefan Sonvilla-Weiss zu bedanken. Zwei Jahre lang hatten diese, teilweise sogar in ihrer Freizeit an der multimedialen Installation „mit-teilen“ gearbeitet. Auch Lehrlinge der Linzer Berufsschule 5 waren an der Umsetzung dieser aufwändig designten, virtuellen Plattform beteiligt. Mittels einer Tablet-App können Besucher Texteingaben, Bild- und Tonaufnahmen hinterlassen, die auf einem Bildschirm sichtbar gemacht werden können. Dazu Bernhard Mühleder vom Pädagogik-Team: „Diese Installation beinhaltet eine Verbindung zur Arbeit der Vermittler. Es unterstützt unser Konzept, Menschen die Möglichkeit zu geben sich mitzuteilen und somit persönliche Eindrücke zu verarbeiten“.

Gedenkstätte hat 25 neue pädagogische Vermittler

Neben der Vorstellung des Projekts der Kunstuniversität bekamen auch 25 neue Vermittler ihr Zertifikat verliehen. Durch einen Schauplatz grausamster Verbrechen zu führen, erfordert neben Feingefühl auch Fachwissen. Dieses wurde in neunmonatiger Ausbildung 25 neuen Vermittlern weitergegeben. Die Feier mit Verleihung der Urkunden würdigte das Engagement, welches die neuen Kollegen der Gedenkstätte während ihrer Ausbildung gezeigt haben. Sie beschäftigten sich intensiv mit der Geschichte dieses Ortes. Mit ihnen stehen nun 70 Vermittler zur Betreuung von Gruppen zur Verfügung. „Unser Ansatz ist es, Raum zu lassen für Fragen und Gespräche – und unser Wissen dosiert weiter zu geben“, sagte einer der neuen Vermittler. Direktorin Barbara Glück und Pädagogik-Leiterin Gudrun Blohberger dankten ihnen vor allem für ihre Bereitschaft, die Geschichte eines NS-Tatortes an nächste Generationen weiter zu erzählen.


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