Rundgang zum Thema Befreiung der Konzentrationslager
MAUTHAUSEN. Am Samstag, 26. Mai findet der nächste Spezialrundgang an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen statt. Er beginnt um 10 Uhr beim Besucherzentrum und dauert etwa drei Stunden.

Am 5. Mai 1945 fuhr ein Spähwagen der 11. Panzerdivision der US Army zuerst in das Konzentrationslager Gusen, später in das KZ Mauthausen ein. Für die Überlebenden des Lagers war dies der Moment ihrer Befreiung. Ihre Peiniger versuchten, sich durch Flucht ihrer Verantwortung zu entziehen. Unter den Gefangenen wurde die Befreiung ganz unterschiedlich erlebt. Während manche Häftlinge am Appellplatz die Befreier begrüßten, lagen viele dem Tode nahe im Sanitätslager. Während die einen versuchten, Ordnung und Versorgung im befreiten Lager aufrechtzuerhalten, durchstreiften die anderen auf der Suche nach Nahrung die Umgebung. Manche lieferten sich Auseinandersetzungen mit SS-Truppen. Andere waren von diesen kurz vor der Befreiung noch ermordet worden.
Rundgang mit Christian Dürr
Im Moment der Befreiung, aber auch in ihrer Vor- und Nachgeschichte verdichtet sich eine Vielzahl unterschiedlicher Ereignisse und Erfahrungen. Der Rundgang wird versuchen, diese anhand der jeweiligen Orte, an die sie geknüpft sind, aufzuschlüsseln und darzustellen. Referent ist Christian Dürr, Kurator und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte. Anmeldung wird erbeten unter: teres.stockinger@mauthausen-memorial.org oder 07238/2269-35


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