Hit reiht sich an Hit: Musikrevue „Birdland“ sorgt für Jubelstürme
MELK. Mit Jubelrufen und Standing Ovations ging vor wenigen Tagen die Premiere der Musikshow „Birdland“ in der Wachauarena über die Bühne. Es handelt sich dabei um die achte Revue-Uraufführung der Melker Sommerspiele. Und auch die hat dem Publikum wieder einmal sichtlich Spaß gemacht.

Bei den Musikrevuen bleiben die Melker Sommerspiele ihrer Linie treu: Sie sind turbulent, immer auch ein bisschen trashig und stehen für einen kunterbunten Mix der Musikgenres. Seit Jahren bereits treffen die Macher mit diesem Konzept den Nerv des Publikums. Auf Dialoge wird dabei weitgehend verzichtet, der Abend lebt von den großen Hits der vergangenen fünf Jahrzehnte.
Kuriose Songabfolge
Auch „Birdland“ bildet hier keine Ausnahme. Nahtlos reiht sich in dem Stück Hit an Hit, wobei die Songabfolge allein schon Schmunzeln lässt. So wird beispielsweise Mike Krügers Ulk-Song „Der Nippel“ vom AC/DC-Rockklassiker „T.N.T“ abgelöst. Oder auf Wolfgang Ambros Lied „A Mensch mecht i bleib“n“ folgt die Partyhymne „Volare“ der Gipsy Kings.Einzig erkennbarer roter Faden dabei ist, dass einige Songs mit dem Thema Fliegen zu tun haben: Reinhard Meys „Über den Wolken“, „Flieg nicht zu hoch, mein kleiner Freund“ von Schlagersängerin Nicole, „Fly away“ von Lenny Kravitz oder R. Kellys „I believe I can fly“. Bei dem namensgebenden „Birdland“ handelt es sich übrigens nicht nur um einen Song von Joe Zawinul, sondern auch um einen legendären Jazz-Club in New York.
Aberwitzige Handlung
Laut Regisseur Josef Maria Krasanovsky ist das von Andy Hallwaxx verfasste Buch zu „Birdland“ an Aristophanes „Die Vögel“ angelehnt. Und so haben hier neben Vogelhändler „Rocky“ auch die Götter Zeus, Venus, Hera, Artemis, Hermes und Hades ihren Auftritt. Dem Publikum dürfte sich die aberwitzige Handlung rund um fehlende Eier jedoch nur bruchstückhaft erschließen. Schlimm ist das nicht wirklich, denn im Vordergrund stehen eindeutig Musik und Choreografie.
Hochkarätiges Ensemble
„Birdland“ verlangt den Künstlern viel Können und Flexibilität bei den Musikstilen ab. Auch heuer ist es Intendant Alexander Hauer wieder gelungen, ein mitreißendes und extrem wandlungsfähiges Ensemble zusammenzustellen. Und auch die „Band der Einsamen Herzen“ versteht das Publikum zu begeistern.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden