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ARTSTETTEN-PÖBRING. Die Marktgemeinde ist ein beliebtes Ausflugsziel für Gäste aus nah und fern, hat aber auch ihren Bewohnern einiges zu bieten.

  1 / 45   Das Schloss Artstetten lockt mit Erzherzog-Franz-Ferdinand-Museum, Naturpark, Kirche und Familiengruft. Mit NÖ Card ist der Besuch gratis. Fotos: Brandt

Artstetten-Pöbring ist weit über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt für sein Schloss und den großen Naturpark. Somit ist es naheliegend, dass auch ich bei meinem Besuch zunächst das Schlossareal am oberen Ende der Gemeinde ansteuere. Das Schloss ist Erzherzog Franz Ferdinand gewidmet und definitiv einen Besuch wert. Im Erdgeschoß des Museums finden sich zahlreiche Infos zur Familie der Habsburger und zum Attentat auf den österreichischen Thronfolger, welches den Ersten Weltkrieg auslöste. Besonderes Highlight ist ein Modell jenes Autos, mit dem Franz Ferdinand 1914 in Sarajevo unterwegs war, als auf ihn geschossen wurde.

Habsburger Familie im Fokus

Das Obergeschoß wiederum ist der Persönlichkeit und dem Umfeld des Erzherzogs und seiner Gattin Herzogin Sophie gewidmet. Die Besucher erfahren hier mehr über die Familie sowie Franz Ferdinands Lungenkrankheit und seine Leidenschaft für die Jagd. In der Familiengruft kann die letzte Ruhestätte des Paares besichtigt werden.

Herrschaftlicher Park

Ein Tipp ist der Besuch des angeschlossenen Naturparks. Dieser fasziniert mit Wiesen, Wäldern, diversen Springbrunnen, einem Gartenpavillon und mehreren Skulpturen. Gerade an heißen Sommertagen bietet er zahlreiche ruhige und schattige Plätze. Auch das Schlosscafé lädt zum Verweilen ein.

Beliebter Wohnort

Nach dem Schlossbesuch schlendere ich noch ein wenig durch Artstetten. Schnell wird deutlich, dass die Gemeinde ein beliebter Wohnort für Familien ist. Sie besteht aus zahlreichen schmucken Einfamilienhäusern mit gepflegten Gärten. Auch manch Baustelle ist zu sehen – einige Häuslbauer sind aktuell dabei, sich ihren Traum vom Eigenheim in Art­stetten zu verwirklichen. Gerade Jungfamilien wird hier einiges geboten. So verfügt Artstetten unter anderem über ein Freibad und eine Tagesbetreuung für Kinder im Alter zwischen eineinhalb und zwölf Jahren.

Dorfladen mit regionalen Produkten

Auch für Wanderer ist die Gemeinde ein lohnendes Ziel, sind hier doch zahlreiche Routen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades ausgeschildert. Besonders originell ist der Glücksweg, der die Wanderer mit motivierenden Sinnsprüchen erfreut. Zum Abschluss meiner Tour durch Artstetten nutze ich noch die Gelegenheit, mich in dem kleinen Dorfladen umzuschauen, der von der Bevölkerung selbst betrieben wird. In dem gut sortierten Geschäft am Prangerplatz finden sich zahlreiche Produkte regionaler Erzeuger.

Abstecher nach Pöbring

Mit einigen Leckereien im Gepäck mache ich mich weiter auf den Weg nach Pöbring. Dort angekommen, lasse ich das Auto im Tal stehen und erklimme zu Fuß den Hügel zur Pfarrkirche, die auf einer Felsterrasse steht. Auffällig an ihr ist der niedrige Turm, der kaum das Kirchenschiff überragt. Nur wenige Meter weiter befindet sich eines der wichtigsten Projekte der Marktgemeinde: das Feuerwehrhaus, das aktuell einen neuen Zubau bekommt. Abschließend drehe ich noch eine Runde durch den kleinen Ort, der mit seiner Ruhelage und der idyllischen Landschaft besticht.


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