Die Tage der Christbäume sind gezählt
MELK. Noch sorgen 2,78 Millionen Christbäume in Österreichs Haushalten für weihnachtlichen Glanz. Ihre hohe Zeit ist in Bälde allerdings wieder vorüber.

„Ich bin zufrieden – das bin ich grundsätzlich immer“, sagt Walter Kaufmann auf das heurige Weihnachtsgeschäft angesprochen. Der Maria Laacher verkauft seit fast 25 Jahren Christbäume in der Melker Altstadt. „Natürlich spürt man, dass die zusätzliche Konkurrenz im Löwenpark und die Parkgebühren das Geschäft in der Innenstadt erschweren“, erklärt Kaufmann. Seine Bäume zählen zu den 2,5 Millionen Naturchristbäumen, die heuer aus heimischer Produktion stammend ihren Weg in die österreichischen Wohnzimmer gemacht haben. Insgesamt wurden rund 2,78 Millionen Weihnachtsbäume aufgestellt – zehn Prozent stammten aus dem Ausland. Fast die Hälfte aller verkauften Bäume, 1,1 Millionen, wuchs wieder in niederösterreichischen Christbaumkulturen heran. Dass der Lieblingsbaum der Österreicher eine 1,60 Meter große Nordmannstanne ist, kann auch Kaufmann bestätigen. Er betont, wie wichtig es ist, die Christbäume mit Wasser zu versorgen, damit sie lange frisch bleiben. Pro Tag „trinkt“ ein Christbaum mit zwei Metern Höhe rund vier Liter Wasser. Nach Weihnachten gilt es die Bäume ordnungsgemäß zu entsorgen. Sie können ab 9. Jänner kostenlos in den Altstoffsammelzentren (ASZ) des Bezirks abgegeben werden. Auch die Entsorgung in Biomülltonnen ist möglich. Dazu sollten die Bäume allerdings zuvor klein geschnitten werden. Die GVU (Gemeindeverband für Umweltschutz und Abgabeneinhebung) rät davon ab, die Christbäume als Ganzes zur Entsorgung neben den Tonnen zu lagern. „Das kann zu langen Verzögerungen bei der Abholung führen, da nicht zerkleinerte Bäume viel Platz brauchen“, macht Abfallberater Johannes Kadla aufmerksam. Die Bäume werden zu 100 Prozent recycelt, daher muss Schmuck unbedingt vor der Entsorgung entfernt werden.


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