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MICHAELNBACH. Seit Mai 2016 stand das Gasthaus Franz Übleis im Michaelnbacher Ortszentrum leer. Mit Alexander Jungbauer, einem gebürtigen Michaelnbacher hat das Wirtshaus einen neuen Pächter gefunden. Das Gebäude wurde von der Gemeinde angekauft. Dass in dem Gebäude erneut ein Gastrobetrieb eingerichtet werden soll, darüber war man sich im Gemeinderat jedoch nicht einig.

Dem ehemaligen Gasthaus Übleis soll bald neues Leben eingehaucht werden.Foto: LangS
Dem ehemaligen Gasthaus Übleis soll bald neues Leben eingehaucht werden.Foto: LangS

Gute, regionale und bürgerliche Küche soll im neuen „Dorfwirtshaus“, wie das Gasthaus künftig heißen könnte, auf die Teller kommen. Der zukünftige Wirt betrieb bis vor kurzem das Gasthaus Kollmann in Senftenbach (Bezirk Ried). Seine Koch-Lehre absolvierte er bei Revita Kocher in St. Agatha. Der 27-jährige freut sich auf die neue Aufgabe und möchte mit seinem Wirtshaus vor allem auch das Dorf- und Gemeindeleben aufrecht erhalten.

Dem Aussterben entgegenwirken

Auch Bürgermeister Martin Dammayr (ÖVP) freut sich, dass dem Traditionswirtshaus neues Leben eingehaucht wird. „Wir wollen dem bekannten Trend, dem Aussterben der dörflichen Infrastruktur, entgegenwirken. Wenn man Beiträge leisten kann, muss man vorzeitig damit anfangen“, erklärt Dammayr. Mit dem neuen Gasthaus verfügt die Gemeinde über insgesamt vier Gastrobetriebe, drei davon im Zentrum.

FPÖ enthielt sich Stimme

Die Wiederinbetriebnahme des Gasthauses wurde im Gemeinderat mit den Stimmen von ÖVP (zwölf) und SPÖ (zwei) mehrheitlich beschlossen. Die FPÖ Fraktion enthielt sich der Stimme. Man sehe die Wiederinbetriebnahme kritisch. Dem Kauf des Gebäudes stimmte man zwar zu, jedoch hätte sich die FPÖ gewünscht, andere Nutzungsformen wie zum Beispiel betreubare Wohnungen zu prüfen. Es sei ein zweischneidiges Schwert, meint FPÖ Fraktionsobmann Ralph Rumpfhuber. „Es gibt in Michaelnbach mehrere Wirten, deshalb ist es nicht Sache der Gemeinde ein Wirtshaus zu betreiben und so künstliche Konkurrenz aufzubauen“, meint Rumpfhuber. Anders sieht dies der Bürgermeister: „Es ist keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung und verantwortungsbewusstes Vorausschauen. Es wird sich positiv für das Leben in der Gemeinde auswirken“.


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