Corona-Krise: Trotz massiver Umsatzeinbußen - Fleischproduzent gourmetfein macht weiter

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Sabrina Lang Sabrina Lang, Tips Redaktion, 23.03.2020 16:26 Uhr

MICHAELNBACH. Ein Unternehmen, das die Corona-Krise besonders hart trifft, ist der Michaelnbacher Fleischproduzent gourmetfein. 90 Prozent des Umsatzes sind durch die Schließung der Gastronomie und der Tankstellenshops über Nacht weggebrochen. Dennoch: Das Unternehmen hat beschlossen weiter zu machen.

200 bäuerliche Partnerbetriebe sind von dem Produktionsrückgang bei gourmetfein ebenso betroffen wie 200 Mitarbeiter. „Wir können nur mehr einen Bruchteil der vereinbarten 1300 Schweine pro Woche abnehmen, wenn wir keine alternativen Vertriebswege finden, da nach wie vor sehr viel billiges Schweinefleisch aus dem Ausland nach Österreich kommt“, erklärt gourmetfein-Geschäftsführer Fritz Floimayr. Abhilfe würde schaffen, wenn die großen Handelsketten ihre aktuelle Spitzenlast mit kleineren Lebensmittelproduzenten ausgleichen würden.

Es geht um Existenzen

„Es geht jetzt darum, 400 Familien in Oberösterreich die Angst um die Zukunft zu nehmen“, skizziert Fritz Floimayr. „Wir reden von einem einzigartigen, für die Bauern existenzsichernden Modell, das innerhalb der letzten 15 Jahre entstanden ist, viele bäuerliche Betriebe des Landes wieder ins Leben zurückgeholt hat und nun binnen weniger Wochen zum Zusammenbruch verurteilt ist, wenn wir nicht Möglichkeiten finden, gegenzusteuern. Es geht da längst nicht mehr um Gewinnmargen, es geht vielmehr um die Sicherung vieler Existenzen.“

Mitarbeiter in Kurzarbeit

„Wir lassen unsere 200 Bauern und 200 Mitarbeiter nicht im Stich und schicken unsere aktuell nicht benötigten Mitarbeiter maximal in Kurzarbeit“, bestätigt Floimayr. „Auch wenn diese unsere einmalige Wertschöpfungskette einen schweren Haken hinzunehmen hat, die uns an den Rand der Existenz fliegen lässt, so werden wir - nachdem die Karten nach Corona bestimmt neu gemischt werden - viele neue Ideen entwickeln und noch stärker im Sinne qualitativer hochwertiger Produkte, zum Nutzen zufriedener Bauern, Mitarbeiter und Konsumenten, arbeiten“.

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