Kalliauer: "Kann nicht sein, dass sich die Rücksichtslosesten durchsetzen"
MICHELDORF/BEZIRK KIRCHDORF/OÖ. Wenn der Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich, Johann Kalliauer, dieser Tage auftritt, ist eine Frage gewiss unter den ersten: „Was sagen Sie zur Kritik an dem umstrittenen Kinospot?“. Und so war auch in Micheldorf der Hintergrund für das Pressegespräch gleichsam vorherbestimmt.

Präsident Kalliauer und Arbeiterkammer-Bezirksstellenleiter Hannes Stockhammer war es aber vor allem wichtig, auf die Leistungen und die neuen Zahlen und Fakten zu den Arbeitnehmern zu verweisen. „In Summe sind die Arbeitnehmer die zentralen Leistungsträger in unserem Land. Sie haben daher auch ein Recht auf eine faire Behandlung, Entlohnung und die entsprechenden Rahmenbedingungen“, betonte Kalliauer.
Auch für den Bezirk Kirchdorf wurde von der Arbeiterkammer in den letzten Monaten eine Leistungsbilanz der Beschäftigten erstellt. Darin finden sich etwa die aktuellen Zahlen zur Beschäftigungsentwicklung, die im Bezirk etwas schlechter als im Landesdurchschnitt ausfällt. Wichtigste Branche im Bezirk ist die Sachgüter-Herstellung mit 7709 Beschäftigten, gefolgt vom Handel mit 3200 Arbeitsplätzen und der Land und Forstwirtschaft mit 2550 Beschäftigten.
Die beeindruckenden Zahlen in Sachen Leistungen der Arbeitnehmer werden von der Arbeiterkammer aber auch mit entsprechenden Forderungen nach fairer Abgeltung und der Einhaltung von arbeitsrechtlichen Spielregeln verknüpft. Kalliauer, der seinen Kinospot dezidiert nicht als Pauschalangriff auf die Unternehmer verstanden wissen will, sagt auch mit Blick auf diesen: „Dort, wo Mißstände System sind, legen wir auch weiterhin den Finger in die Wunde. Es kann nicht sein, dass sich die rücksichtslosesten Unternehmen am Ende durchsetzen.“


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