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MOLLN. Anlässlich 500 Jahre Reformation bietet das Museum im Dorf die ökumenische Sonderausstellung „Die Bibel in Molln vom 13. Jahrhundert bis zum Toleranzpatent“. Hinter diesem Titel verbergen sich sehr persönliche Lebensgeschichten.

Diese Weimarer Bibel von 1703 ist im Museum im Dorf zu sehen. Foto: Alfred Spannring
  1 / 8   Diese Weimarer Bibel von 1703 ist im Museum im Dorf zu sehen. Foto: Alfred Spannring

Seit der Landesausstellung 1998 gibt es das Museum im Dorf in Molln. Im ökumenischen Jahr der Bibel (2003) fand eine Ausstellung rund um die Bibel statt. Das heurige Lutherjahr hat der Verein Museum im Dorf zum Anlass genommen, die Dokumentationen wieder aus dem Archiv zu holen.

468 Seiten Originaldokumente abgeschrieben

„Ich habe damals 1000 Dokumente aus diversen Landes- und Staatsarchiven durchgesehen und 468 Seiten Originaldokumente abgeschrieben. Teilweise war es Zufall, dass ich etwas gefunden habe und manchmal waren die Seiten schon zerbröckelt“, berichtet Vereinsmitglied Adolf Staufer, der daran fünf Monate gearbeitet hat. Die detailreichen Informationen sind auch online unter www.molln.cc/museum.htm verfügbar.

Reformation in Molln

Inhaltlich beschreibt die Dokumentation die Reformation in Molln. Gastbeiträge gestalteten die evangelische Pfarrgemeinde Kirchdorf, das Bildungshaus Schloss Klaus sowie die Pfarr­gemeinde Buseck in Hessen (Partnergemeinde von Molln).

Vielfalt an Bibeln

Ausgestellt sind auch Bibeln aus Mollner Familien, die älteste davon wurde 1656 gedruckt. Eine Endter-Bibel aus Augsburg – die 10. Ausgabe der Weimarer Bibel von 1703 – hat das Museum als Leihgabe von der evangelischen Pfarre Kirchdorf bekommen. „Der Zustand der Bibeln zeigt, was der Glaube im Volk bedeutet hat, die Bücher wurden oft benutzt“, so Adolf Staufer.

Persönliche Schicksale dokumentiert

Nicht nur religiöse Literatur und Volkskultur sind im Museum im Dorf zu sehen. Die permanente Ausstellung lädt auf eine Entdeckungsreise in die Mollner Geschichte ein: vom Handwerk über berühmte Persönlichkeiten und Herrschaften bis hin zu der Sensen- und Maultrommelproduktion. Im Mittelpunkt stehen dabei immer persönliche Geschichten und Schicksale der Menschen.

Ehrenamtliche Arbeit im Museum

Die Betreuung des Museums erfolgt ehrenamtlich durch die Mitglieder des Vereines Museum im Dorf. „Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Leute kommen und dieses Angebot wahrnehmen“, so Adolf Staufer. Im Museum im Dorf verbergen sich sehr spannende und persönliche Lebensgeschichten, die nur darauf warten, entdeckt zu werden.

Weitere Infos

Im Dorf 1, 4591 Molln

E-Mail: museum@molln.cc

Öffnungszeiten (bis 31. Oktober):

Sonn- und Feiertage: 13 - 17 Uhr

Gruppen ab 5 Personen: gegen Voranmeldung täglich 9 - 20 Uhr

Eintritt: 4,- Euro (Ermäßigung für Gruppen, Senioren, Schüler, Studenten, Wehr- und Zivildiener)

Führungspauschale: 15,- Euro

www.molln.cc/museum.htm


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