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MONDSEE. Die diesjährige Unterwasser-Ausgrabung des Forschungsprojektes „Zeitensprung“ wird die Siedlung Mooswinkel im Mondsee untersuchen. Die vierwöchige Grabungskampagne startet am 7. Mai und wird wieder von einer Ausstellung begleitet

Grabungsleiter Henrik Pohl prüft an Bord des Forschungsbootes eine Bohrprobe aus dem Pfahlbau Mooswinkel. Foto: Kuratorium Pfahlbauten

„Wir freuen uns sehr, dass wir nach drei Jahren Unterwasser-Ausgrabung im Attersee heuer den Mondsee ins Visier nehmen können“, berichtet Jutta Leskovar vom Oberösterreichischen Landesmuseum, die das vom Land finanzierte Projekt gemeinsam mit Cyril Dworsky leitet. Dieser kann der neuen Grabungsstelle einiges abgewinnen. „Der Pfahlbau von Mooswinkel gehört zu den spannendsten in der österreichischen Pfahlbauforschung“, erklärt Dworsky, der mit dem Management der österreichischen UNESCO-Pfahlbauten betraut ist. Dies sei vor allem auf Größe und Lage zurückzuführen, die von verschiedenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlich gedeutet werden.

Ausstellung „Ein Zeitensprung zu den Pfahlbauten“

Auch heuer wird es wieder eine begleitende Ausstellung geben, die während der Ausgrabung zu sehen sein wird. „Wir werden - wie schon während der vergangenen Grabungen am Attersee - die Ausstellung „Ein Zeitensprung zu den Pfahlbauten“ zeigen“, erklärt Carmen Löw vom Kuratorium Pfahlbauten, die diese Ausstellung konzipiert hat. Dies geschehe in Kooperation mit Vereinen und Unternehmen an öffentlichen Orten rund um den Mondsee. Nachdem die Funde aus logistischen Gründen an der neuen Grabungsstelle jedoch nicht direkt vor Ort bearbeitet werden können, gibt es dieses Jahr keine Möglichkeit, die Forschungsbasis zu besichtigen.

Live-Streams

Einen recht umfassenden Eindruck vom dem, was Grabungsleiter Henrik Pohl und sein Team unter Wasser leisten, wird man sich aber dennoch verschaffen können, denn auch heuer ist wieder die Einrichtung eines Live-Streams geplant. Über Website und YouTube-Kanal des Kuratoriums Pfahlbauten kann man dann wieder live dabei zuschauen, wie unter Wasser gearbeitet wird.


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