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BEZIRK ROHRBACH. Der seltenste Wiesenvogel Oberösterreichs, der Wachtelkönig, kommt jetzt aus dem Winterquartier im südlichen Afrika zurück. Allerdings ist sein Reich in Gefahr: Denn fast jede Brut des Wiesenbrüters ist durch Mäharbeiten gefährdet. Wer Beobachtungen bekannt gibt, unterstützt das landesweite Artenhilfsprogramm.

Wer den meist nachts laut rufenden Wachtelkönig hört, sollte dies zum Schutz von Gelege und Jungvögel bekannt geben. Foto: Harald Pfleger

Im Bezirk Rohrbach kommt der Wachtelkönig vor allem entlang der Grenze zu Südböhmen vor. Nach dem eher schwachen Auftreten im Jahr 2017 scheint es nach den bisherigen Beobachtungen wieder ein stärkeres Wachtelkönig-Jahr zu werden.

Crex-crex

Wer ihn hört, sollte Beobachtungen an den Projektverantwortlichen Harald Pfleger (Enns, Nebelberg) melden. Bewirtschafter von Brutwiesen, die zum Schutz von Gelege und Jungvögel verspätet mähen, bekommen eine Entschädigung angeboten. Seit einigen Jahren finanziert die Naturschutzabteilung des Landes OÖ dieses Artenschutzprogramm für den heimischen Wiesenvogel – mit Erfolg: Nach dem fast völligen Verschwinden der Art in den 1980er-Jahren betragen die landesweiten Bestände in den letzten Jahren wieder zwischen 15 und 40 Paare. Auch in Bayern, Südböhmen und Niederösterreich laufen Schutzmaßnahmen für diese Vogelart.

Wie erkennt man den Wachtelkönig?

Wachtelkönige tauchen in praktisch allen Kulturlandschaften auf, bevorzugt in Wiesen, gelegentlich auch in Getreidefeldern. Sie rufen dort von Anfang Mai bis Mitte Juli, vor allem in der Nacht und in den Dämmerungsstunden mitunter stundenlang ihr lautes, mechanisch klingendes zweisilbiges Crex-crex.

Dieser Ruf ist das Haupterkennungsmerkmal der hühnerähnlichen Vogelart, die sich tagsüber sehr versteckt in dichter Wiesenvegetation aufhält. Nur ausnahmsweise ist sie zu sehen, etwa wenn sie bei Mäharbeiten mit hängenden Beinen auffliegt. Zum Unterschied: Die zu ähnlichen Zeiten in Wiesen und Feldern aktive Wachtel ruft rhythmisch „pik tik tik“; das vom Erscheinungsbild nicht unähnliche, aber kaum nachtaktive Rebhuhn dagegen „kerrick“.

  

Wachtelkönig-Rufe können auf naturundmensch.jimdo.com (Wiesenvögel in Oberösterreich) verglichen werden.

Beobachtungen bitte möglichst rasch bekanntgeben: Tel. 0699/8168 3825; Mail: haraldpfleger@gmx.at


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