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NEUFELDEN. Ausdauer und Hartnäckigkeit hat sich anscheinend bezahlt gemacht: Maria-Valerie Stagel als Obfrau des Neufeldner Vereins, der sich um die Rettung der Prennerwiese für die Kinder von Neufelden bemüht, hat jetzt die Zusage, dass sie die Wiese im Ortszentrum kaufen kann. Damit soll diese vor dem Verbau gerettet werden und als Schlittenwiese erhalten bleiben.
 

Seit jeher wird die Prennerwiese mitten im Ort fürs Schlitten und Ski fahren genutzt. Geht es nach dem Neufeldner Verein "Rettet die Prennerwiese", soll das auch so bleiben. Foto: Gahleitner

Schon Generationen von Neufeldnern haben auf diesem 6000 m2 großen Grundstück das Schlitten oder Ski fahren gelernt. Gleich als im Jahr 2010 bekannt wurde, dass die Wiese zum Verkauf steht und Bauland werden soll, ist deshalb der Verein aktiv geworden. „Wir haben in nur einem Tag 117 Unterschriften gesammelt, Spenden gesammelt und die Wiesenbaustein-Aktion ins Leben gerufen“, erzählt Obfrau Maria-Valerie Stagel. Als Psychotherapeutin und Familientherapeutin weiß sie, wie wichtig solche Gemeinschaftsflächen sind. „Es ist eine gesellschaftliche Tendenz im Gang, die für die Kinder nicht förderlich ist. Sie wachsen verstärkt in einer digitalisierten Welt auf, das Naturerlebnis geht verloren. Die Wiese ist daher ein wirklich kostbares Gut für unsere Kinder, denn hier können sie Natur und Gemeinschaft erleben“, begründet Stagel ihren Einsatz.

Seit wenigen Tagen hat die Neufeldnerin nun die fixe Zusage vom Besitzer, dass der Verein die Wiese kaufen kann. „Wir haben unser Ziel erreicht. Allerdings sind für den Kauf zusätzlich zu den bereits gesammelten Spendengeldern sehr hohe finanzielle Eigenleistungen notwendig. Der Verein würde sich daher freuen, wenn Menschen, die vielleicht selber hier schon Schlitten gefahren sind oder die ihren Kindern diese Möglichkeit weiterhin bieten wollen, sich beteiligen und uns finanziell unterstützen würden“, sagt Stagel. Spenden sind auf das Konto bei der Sparkasse Neufelden möglich.

Umwidmung ist notwendig

Ob das Grundstück allerdings tatsächlich zum Naherholungsgebiet wird, hängt von einer erfolgreichen Umwidmung ab. Laut Bürgermeister Hubert Hartl ist die Prennerwiese derzeit als Bauland ausgewiesen, „einer Umwidmung müssen Gemeinderat und Land OÖ zustimmen. Das wird nicht einfach werden.“ Für ihn stellt sich generell die Frage, ob „wir wirklich ein Naherholungsgebiet mitten im Ort brauche, wo jeder genug Gartenfläche hat und rundum grüne Wiesen sind.“


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