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Zeugniszeit: Eltern haben eine Schlüsselrolle für den Lernerfolg ihrer Kinder

Mag. Claudia Greindl, 04.02.2020 19:06

NEUMARKT. Das Semesterzeugnis naht, manchen Schülern drohen Lernstress und schlechte Noten. Wie man beides vermeiden kann und was zu tun ist, wenn die Zeugnisnote nicht mehr zu retten ist, weiß Judith Berlesreiter-Dangl. Die AHS-Lehrerin und zweifache Mutter hat sich mit „Die Lernerei“ selbstständig gemacht.

Judith Berlesreiter-Dangl geht Lernproblemen auf den Grund. Foto: privat
Judith Berlesreiter-Dangl geht Lernproblemen auf den Grund. Foto: privat

„Die Basis für gute Noten sollte während des Schuljahres gelegt werden“, sagt die 34-Jährige, die aus Naarn stammt und seit knapp sieben Jahren in Neumarkt lebt. Neben Mitarbeit und Schularbeiten gebe es immer wieder Möglichkeiten, zu zeigen, dass man mitlernt und die Unterrichtsinhalte erfasst hat.

Varianten der Leistungsfeststellung

„Auch wenn das Semester schon weit fortgeschritten ist, bieten viele Pädagogen noch Varianten zur Leistungsfeststellung, um Positives zu bewirken – etwa in Form von Referaten, schriftlichen Arbeiten oder Prüfungen“, weiß die Absolventin eines Lehramtsstudiums in Deutsch, Biologie und Umweltkunde. Wenn eine schlechte Semesternote nicht mehr abzuwenden ist, sollten die Wissenslücken ehest geschlossen werden, um im zweiten Semester beim aktuellen Stand anknüpfen zu können. Innehalten und analysieren

Schlechtes Zeugnis: innehalten und analysieren

„Zuerst lohnt es sich aber, einmal innezuhalten und zu analysieren, warum es so gekommen ist. Oft sind die Ursachen gleich greifbar, manchmal muss man genauer schauen und ganz oft stellt sich heraus, dass es nur mehrere kleine Rädchen sind, an denen gedreht werden muss, um eine leistungsmäßige Kehrtwende einzuleiten.“ Das Umsetzen von positiven Vorsätzen wie ständiges Mitlernen, ordentliches Mitschreiben, Mitarbeit im Unterricht, kann gleich in der ersten Stunde nach den Semesterferien angegangen werden. „Erste Erfolgserlebnisse spornen zu weiteren positiven Leistungen an.“

Oft fehlt die Motivation

Für Judith Berlesreiter-Dangl sind die Probleme, die Kinder und Jugendliche beim Lernen bzw. in der Schule haben, so unterschiedlich wie die Lernenden selbst. „Ganz oft fehlt die Motivation. Schule und Lernen sind mit Arbeits- und Energieaufwand verbunden“, sagt die Nachhilfelehrerin und Lernbetreuerin. Immer wieder stecken hinter Lernproblemen auch persönliche Krisen. „Ein Kind, das daheim mit Problemen konfrontiert ist, wird diese auch in die Schule mitnehmen und daran gehindert sein, entsprechend zu lernen“, so die Expertin. Eltern können ihre Kinder in vielerlei Hinsicht unterstützen: „Sie können entsprechende Lernvoraussetzungen schaffen, ihre Sorgen und Ängste ernst nehmen, sich Zeit für das Lernen mit den Kindern nehmen. Das scheint mir oft der Schlüssel zum erfolgreichen Lernen zu sein“, sagt Berlesreiter-Dangl.

„Wie soll ich lernen?“ ist die Frage

Es ist wichtig, sich einen entsprechenden Arbeitsplatz einzurichten, die Lern- und Prüfungsanforderungen in den entsprechenden Fächern zu klären, einen Lern- bzw. Zeitplan zu erstellen und auch regelmäßig Kräfte zu tanken. Für unterschiedliche Lernprobleme gibt es diverse Lerntipps, die den Lernenden zugute kommen können. „Das Wissen um eine Lernstrategie und die entsprechende Anwendung kann schon sehr viel bewirken. Die altbekannten Eselsbrücken haben dabei genauso ihre Berechtigung wie die Mind-Mapping-Methode oder das Karteikartensystem. Allen Lernstrategien gemeinsam ist allerdings die Tatsache, dass auch hier Zeit und Anstrengung gefordert sind.“

Eltern haben Schlüsselrolle

„Es sind nicht immer inhaltliche Mängel, die die Kinder zu negativen Leistungen bringen, sondern ganz oft die Unkenntnis, wie ich lernen soll. Das Schaffen guter Lernrahmenbedingungen wie ordentliche, vollständige Mitschrift, Lernstrategien etc., gepaart mit Motivation, seine Ziele zu erreichen, sind wichtige Schritte in die richtige Richtung – Eltern haben dabei eine Schlüsselrolle, in der sie die Basis für erfolgreiches Lernen mitgestalten können.“

Judith Berlesreiter-Dangl betreibt in Neumarkt „Die Lernerei“

für Nachhilfe in M, D und E, für Lernbetreuung und Lektorat.

Kontakt: 0664/4068985, j.dangl@eduhi.at oder via Facebook


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