Zwei Väter und der Spaß am gemeinsamen Kochen
NIEDERNEUKIRCHEN. Ein großes Hobby von Niederneukirchens Bürgermeister Christoph Gallner ist das Kochen. Gemeinsam mit seinem Freund Ernst Mayrbäurl hat er 2016 das Unternehmen „gernekoch“ gegründet.

Gallner und Mayrbäurl haben schon früher gemeinsam Feste und Veranstaltungen organisiert und gemeinsam gekocht. Nach der Geburt ihrer Söhne blieb allerdings wenig Zeit für ihr Hobby. So kamen sie auf die Idee, Speisen vorzukochen. Das Geschäftsmodell von gernekoch war geboren.
Alles selbstgemacht
Etwa zehn Stunden pro Woche wenden Gallner und Mayrbäurl für das Kochen auf. „Wir haben uns am landwirtschaftlichen Betrieb von Ernsts Onkel eine komplette Küche eingerichtet“, sagt Gallner. Gekocht wird an einem Tag in der Woche von mittags bis spät in die Nacht hinein. Auch alle zusätzlichen Tätigkeiten wie den Ein- und Verkauf, die Etikettierung, den Versand, die Homepagebetreuung sowie Buchhaltung und Marketing erledigen die beiden selbst. Einer der größten Partner im Einzelhandel ist Unimarkt.
Fokus auf Veganes
Zur Produktpalette gehören derzeit drei Suppen (Kürbiscreme-, Tomaten- und Rindssuppe), drei Hauptspeisen (Chili con carne, Beuschel, Rindsgulasch) und drei Saucen (feurige Chiliküche, milde Curryküche und Gulaschsaft). Aufgrund der Nachhaltigkeit und Höherwertigkeit werden die Speisen in Gläsern abgefüllt. „Heuer legen wir einen sehr starken Fokus auf den vegetarischen und veganen Bereich. Bei letztgenanntem möchten wir mit einer komplett neuen Produktlinie starten“, verrät Gallner.
Trend zum schnellen Essen
Die Rezepte der beiden „Gerneköche“ stammen teilweise von den eigenen Omas und aus dem eigenen Fundus, wurden mit Köchen erarbeitet oder durch kreatives Herumexperimentieren entwickelt. Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker oder Zusatzstoffe werden nicht verwendet. Alle Rohstoffe kommen außerdem ausschließlich von heimischen Partnerbetrieben. Das Geschäftsmodell entspricht dem modernen Zeitgeist. „Der Trend geht immer mehr in die Richtung schnelles Essen. Schnelles, hochwertiges Essen wird somit zur Mangelware. Man kann aber auch einen Trend hin zu hoher Qualität und Nachhaltigkeit erkennen. So decken wir mit unserem Produkt beide Trends sehr gut ab“, meint Gallner.


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