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NIEDERWALDKIRCHEN/BEZIRK ROHRBACH. Zum heutigen internationalen Tag des Bieres blicken Brauer und Bauern auf eine faire Partnerschaft. Brauereien aus ganz Österreich, aber auch weltweit wissen die Qualität, die auf den Mühlviertler Hopfenfeldern wächst, zu schätzen.

Familie Lindorfer und Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger am Hopfenfeld in Niederwaldkirchen. Foto: Land OÖ/Mallinger

Schon seit dem 13. Jahrhundert wird im Mühlviertel Hopfen angebaut. Aktuell kultivieren 35 Familienbetriebe auf insgesamt 140 Hektar diese Spezialkultur. So wie die Familie Lindorfer in Niederwaldkirchen, wo sich Agrarlandesrat Max Hiegelsberger (ÖVP) selbst von der erfolgreichen Hopfenproduktion überzeugt hat. “Im vergangenen Jahr konnten unsere Betriebe wieder auf eine gute Ernte und passable Preise blicken“, berichtet er. Dabei ist kaum eine Sonderkultur so aufwändig zu kultivieren wie der Hopfen. Die ausdauernde Kletterpflanze wächst bis zu sechs Meter hoch. Die Hopfenernte erfolgt in Abhängigkeit von der Sorte und des Vegetationsverlaufs ab Ende August.

Aromahopfen dominiert

In der Hopfenhochburg Mühlviertel wachsen Sorten, die sich besonders gut an das Klima und die Bodenbedingungen angepasst haben. Rund drei Viertel der Erntemenge sind Aromahopfen-Sorten, wie Perle, Magnum, Spalter Select oder die traditionelle Sorte Malling. Der Rest ist Bitterhopfen.

Mühlviertler Hopfen auch für die Amerikaner

Zu den Abnehmern zählen Groß- und Kleinbrauereien aus ganz Oberösterreich und Österreich. „Doch auch international gewinnt die Hopfenqualität des Mühlviertels an Bedeutung. Exporte gehen in die EU und sogar nach Nordamerika“ berichtet der Agrar-Landesrat.

Regionalität hoch im Kurs

„Der Hopfen hat eine positive Zukunft in Oberösterreich“, ist Hiegelsberger überzeugt. „Bier und Regionalität gehen grundsätzlich Hand in Hand. Die Konsumenten bevorzugen Bier aus der unmittelbaren Region und auch die Brauereien folgen wieder verstärkt dem Ruf der Regionalität und greifen auf die heimischen Rohstoffe unserer Landwirte zurück.“


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