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OBERKAPPEL. Fährt man dieser Tage nach Oberkappel, so fallen einem sofort die vielen Baustellen auf, die wie die Schwammerl aus dem Boden geschossen sind.

  1 / 2   Bürgermeister Karl Kapfer (r.) und Vizebürgermeister Manuel Krenn freuen sich über die neu entstehenden Wohnungen nahe des Oberkappler Ortszentrums. Foto: Hanner

„Da ist eine Trendwende in den letzten Jahren spürbar“, freuen sich Bürgermeister Karl Kapfer und Vizebürgermeister Manuel Krenn, und führen das gleichzeitig auf das vielfältige Angebot in Oberkappel zurück. Die Vereine, die Nahversorgung, die Gastronomie und die Pfarre – einfach alles passt und wird aktiv von den Oberkapplern gelebt und unterstützt. Nahe des Ortszentrums entstehen derzeit 13 Wohnungen (53 bis 89 Quadratmeter) der Genossenschaft Lebensräume, die im Sommer fertig werden. Außerdem sind im Ort sechs Einfamilienhäuser in Planung oder Bau. Auch in der Ortschaft Mollmannsreith wurde ein neues Baugebiet mit sieben Parzellen geschaffen.

Reger Zuzug

„Die Leute fühlen sich bei uns eingebunden und neuerdings ziehen auch Menschen her, die zuvor nichts mit Oberkappel zu tun hatten. Auch aus Bayern kommen sie, was wir auf die deutlich günstigeren Grundstückspreise bei uns zurückführen“, sind sich die Ortschefs einig. Ein großer Vorteil sei die Nähe zu den deutschen Zentren Wegscheid und Untergriesbach. Die Pfarre hat seit Herbst 2015 einen besonders rührigen, jungen Pfarrer. Maximilian (32) hat es geschafft, die Oberkappler wieder vermehrt in die Kirche zu locken. „Er geht auf die Leute zu und hat einen guten Draht zu ihnen“, freut sich der Bürgermeister.

100.000 Euro für Pfarrhof gesammelt

Unter gewaltiger Beteiligung der Pfarrmitglieder wurde im Vorjahr der gesamte Pfarrhof saniert und neu gebaut. Nicht nur einmalige 4838 Robotstunden leistete die Bevölkerung, nein! Sage und schreibe 100.000 Euro Spenden trommelte Pfarrer Maximilian in der 700-Seelen-Gemeinde zusammen. Damit konnte dem Pfarrer ein neues Heim gebaut und der Pfarraal saniert werden. Mit Abstand die meisten ehrenamtlichen Stunden leisteten Pfarrgemeinderats-Obfrau Hilda Past und „Polier“ Josef Stadler. Die Gemeinde beteiligte sich mit Asphaltierungsarbeiten daran.

Freizeit in Oberkappel

In Oberkappel wird aber auch die „Vereinsmeierei“ gelebt und es gibt viele Feste und Veranstaltungen. Darüber hinaus stehen den Oberkappler viele Freizeiteinrichtungen wie Tennisplatz und Freibad zur Verfügung.

Süss baut an

Der gastronomische Leitbetrieb, der Gasthof Süss, baut gerade eine große Sonnenterrasse mit rund 90 Sitzplätzen mit Blick aufs Rannatal an. „Wir freuen uns über die funktionierende Wirtshauskultur. Mit Süss, Café-Bäckerei Stögmüller und dem Hendlwirt gleich drüber der Grenze sind wir gut aufgestellt“, so Kapfer und Krenn.

Integration ohne Probleme

Besonders positiv sehen die beiden das Thema Integration in der Gemeinde: „Seit 2003 leben bei uns ständig 40 bis 50 Asylanten – ohne Probleme. Im Gegenteil: Im Sommer tragen wir mit einer Hobbymannschaft jeden Sonntag „Länderspiele“ aus. Das ist der beste Weg, sie zu integrieren.“


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